Au-pair oder Work and Travel?

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Flüge müssen selbst bezahlt werden.

Lüdenscheid - Man hat sein Abitur in der Tasche und muss endlich nicht mehr zur Schule, zumindest für eine gewisse Zeit. Aber welche Möglichkeiten gibt es, wenn man nicht weiß, was man eigentlich in der Zukunft machen will?

Da wir in der vergangenen Woche schon einen Überblick zu Ausbildung und Studium sowie FSJ und Bundeswehr gegeben haben, stellen wir diese Woche zwei weitere Möglichkeiten vor. 

Eine zusätzliche Lösung wäre ein Auslandsjahr, entweder in Form eines Au-pairs oder eines Work and Travel-Aufenthaltes. Aber worum genau geht es dabei? Und wo liegen die Unterschiede? Wie finanziere ich die Zeit im Ausland? 

Entscheidet man sich dafür, als Au-pair ins Ausland zu gehen, muss man einiges beachten. Grundsätzlich ist es in jedem Land so, dass man 18 Jahre alt sein muss und es von Vorteil wäre, die Landessprache zumindest teilweise sprechen zu können. In den meisten Fällen wird auch ein Sprachkurs angeboten, die Kosten dafür müssen allerdings selbst übernommen werden. 

Agenturen nur in den USA 

Was zu einem Problem werden könnte, wenn man sich entscheidet, nicht in die USA zu gehen, ist die Tatsache, dass es in den anderen Ländern keine Au-pair-Agenturen gibt, die einen dabei unterstützen, alle wichtigen Entscheidungen zu treffen. In den USA zum Beispiel gibt es 16 anerkannte Agenturen, zwei davon sind Agent Au Pair und InterExchange. 

Man kann im Internet zwar leicht eine Gastfamilie finden, aber ein Vertrag oder die geregelten Arbeitszeiten sind nicht vorgegeben und müssen mit den Gasteltern abgesprochen werden. Aber in allen Fällen bekommt man ein wöchentliches oder monatliches Taschengeld und muss sich um die Kinder und den Haushalt kümmern. 

Anders ist das, wenn man sich dafür entscheidet, als Work and Traveller die Welt zu bereisen. Die Länder, die zu den Favoriten zählen, sind Australien, Neuseeland, Kanada und die USA. Hier muss man auch im Vorfeld einiges angespart haben, damit man nicht schon am dritten Tag ohne Geld dasteht. 

Geld sparen ist nötig

Es ist Sinn der Sache, dass man durch die Jobs die man in dem jeweiligen Land bekommt, dieses Auslandsjahr finanziert. Aber zu 100 Prozent wird das in den seltensten Fällen möglich sein, also sollte man genug Geld gespart haben und sich vorher Gedanken machen, wie teuer der Aufenthalt werden kann. 

Als Beispiel: Eine Hostelübernachtung kostet zwischen 15 und 30 Euro. Wenn man einkaufen geht, zahlt man pro Woche für die Lebensmittel im Durchschnitt 60 bis 70 Euro. Es kann aber durchaus auch passieren, dass man Jobs findet, bei denen Kosten und Logi mit inbegriffen sind. Wenn man auf einer Farm arbeitet und Äpfel pflückt oder die Tiere füttert, bieten die Arbeitgeber oft einen Schlafplatz und Verpflegung als Bezahlung an.

Wöchentliche Miete im Working Hostel

Zudem gibt es die Option in einem Working Hostel zu arbeiten. Dort bezahlt man jede Woche Miete, dafür hilft einem der Besitzer immer wieder neue Jobs zu finden. Das Geld von der Arbeit wird dann entweder jede Woche auf das Konto überwiesen oder man bekommt es bar ausgezahlt. Man kann sich entscheiden, ob man sich mit einer Organisation in Verbindung setzt oder ob man alles komplett alleine plant. 

Der Vorteil an einer Organisation ist, dass sie einen im Vorfeld über alle wichtigen Angelegenheiten berät, dass sie Kontakt zu möglichen Mitreisenden herstellt und dass sie sich im Notfall mit Problemen auseinandersetzt und kurzfristig erreichbar ist. 

Flüge müssen selbst bezahlt werden 

Wer jetzt denkt, dass es viel günstiger ist als Au-pair ein Jahr ins Ausland zu gehen, der hat nicht unbedingt recht. Denn es ist bei beiden Möglichkeiten so, dass man den Hin- und Rückflug selber finanzieren muss und das kann schon mal bis zu 3 200 Euro kosten – je nach Ziel. 

Außerdem muss sowohl bei Work and Travel als auch bei Au-pair für ein Visum gesorgt werden. Entscheidet man sich für eine Agentur, so kümmert diese darum, aber wenn nicht, dann muss man sich selbst kümmern. Das kann bis zu 300 Euro kosten. Wenn du glaubst, dass diese Auslandsaufenthalte etwas für dich sind, dann findest du hier weitere Infos: www.aupairworld.com und www.work-n-travel.info.

Quelle: wa.de

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