Schöne Räume oder lieber Tablets in den Schulen?

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Die Schüler der Q1 und Q2 der Staberger Gymnasien beteiligten sich mit vielen Fragen an der Podiumsdiskussion der Vertreter der Jugendparteien.

Lüdenscheid - „Man kann Politik mit Spaß verbinden“, erklärt Niklas Hartwig von der Jungen Union. Auch seine Mitstreiter Shari Kowalewski von der Jugendorganisation der Sozialdemokratischen Partei (Jusos) und Guilherme Kübler von den Jungen Liberalen (JuLis) sind sich sicher, dass beides miteinander kompatibel ist.

Auf einer Podiumsdiskussion sprachen die Vertreter der Jugendparteien über aktuelle politische und wirtschaftliche Themen und stellten ihre Organisationen vor. Schwerpunkt bei der Veranstaltung in der Aula des Geschwister-Scholl-Gymnasiums war das Thema Bildung und dabei vor allem Entwicklungen wie die Inklusion, die auch bei den anwesenden Oberstufenschülern für Unruhe sorgten. 

Als „große Freundin der Inklusion“, findet Shari Kowalewski trotzdem, dass sie „verfrüht und nicht richtig eingeführt“ wurde. Da stimmen ihr die beiden Jungs zu: „So wie es zur Zeit läuft, funktioniert es schlecht“, findet BGL-Schüler Niklas Hartwig. Der 22-jährige Guilherme Kübler weiß, dass selbst Sonderpädagogen für eine eigene Schule seien.

Digitalisierung spielt eine große Rolle

Doch nicht nur die Inklusion beschäftigte die drei Gäste und das Publikum, sondern das Thema Bildung generell, dabei vor allem die Finanzierung. Digitalisierung erfolge in verschiedenen Schulen bereits: Arbeiten mit dem Internet, mit Tablets und Laptops gehört zum Schulalltag dazu. 

Sollten da aber wirklich die Prioritäten liegen? Sollten da wirklich die Gelder, die für die Bildungsfinanzierung zur Verfügung stehen, in IPads und Multimedia-Tafeln gesteckt werden? Diese Fragen stellten sich auch die Schüler an diesem Vormittag.

„Gebäude müssen so gestaltet sein, dass man sich wohlfühlt“, sagt die Jusos-Vertreterin und erinnert sich dabei an ihre Schulzeit und Klassenräume zurück, die teilweise noch nicht einmal überall Tapete an den Wänden gehabt hätten. Die Technik ist aber nicht ganz unwichtig: „Man braucht mehr Technik, um mit anderen Ländern mitzuhalten“, meint Niklas Hartwig. 

Schulen sollen die Wahl haben 

G8 und G9 beschäftigten die Schüler ebenfalls. Die Junge Union und die JuLis wollen die Wahl den jeweiligen Schulen überlassen. Durch Gremien könne die Schulzeit festgelegt werden, sagt Kübler. 

Die Jusos dagegen stimmen für G9: „Bildung braucht Zeit.“ Und auch die Selektierung nach der vierten Klasse – also der Übergang zu den weiterführenden Schulen wie Gymnasium, Real- und Hauptschule – ist in Shari Kowalewskis Augen nicht die richtige Entscheidung. 

„Das perfekte Bildungssystem herzustellen ist schwierig, die Welt verändert sich andauernd“, sagt Kübler. Die Schulreform für die kommenden 15 Jahre könne nach fünf Jahren schon wieder hinfällig sein.

Sagt uns eure Meinung

Wie sieht für euch das perfekte Bildungssystem aus? Teilt uns eure Meinung zum Thema Inklusion, G8/G9 und Digitalisierung in eurer Schule unter yourzz-mk@mzv.net mit.

Quelle: wa.de

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