BGL-Schüler führen Planspiel durch

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Drei Schüler spielen die Vereinten Nationen und die Weltbank, sie moderieren das Treffen der Nationen.

Lüdenscheid - „Die Länder sollten ihren Handel erweitern und auch ihre Investitionen möglichst voll ausschöpfen“, fordert die Weltbank. Die Regierungschefs, Staats- und Wirtschaftsminister der elf Regionen müssen sich beraten – und wir sind dabei. Denn das Ganze ist das Planspiel „Pol&Is“, das von Schülern des Bergstadt-Gymnasiums durchgeführt wird.

Arabien bekämpft zwei IS-Gruppen, das Hauptproblem in Europa sind die Panama Papers, China hat ein Müllproblem – Anhand des Planspiels können die Mädchen und Jungen der Sowi-Leistungskurse des elften und zwölften Jahrgangs aktuelle Problem in der Welt erleben. 

Mit Fragen wie „Welche Folgen hat der Brexit für Großbritannien und europäische Staaten?“ oder „Welche Konsequenzen hat eine einseitige Aufkündigung von internationaler Zusammenarbeit wie Donald Trump sie parktizieren will?“ beschäftigen sich die Schüler ebenfalls. Sie müssen Wirtschaftsverträge abschließen, sich Pressefragen stellen und sich mit der NGO (Nichtregierungsorganisation) auseinander setzen.

Handel mit Gütern aller Art

Der Handel mit Gütern aller Art, Umweltprobleme, Beachtung des Lebensstandards der Bürger, Terrorismus und Naturkatastrophen sind weitere Themen, mit denen sich die Schüler in ihren Regionen beschäftigen müssen. Die Weltbank und die Vereinten Nationen moderieren den Ablauf der Reden bei den Treffen der Regionen und Organisationen. Debora als Staatsministerin vin Südamerika berichtet beispielsweise in ihrer Rede von Maßnahmen gegen Abholzung von Wäldern. 

Südostasien sieht sich als „Land der Entwicklung und des Fortschritts“. Staatsminister Marius berichtet den anderen Regionen von ausgeglichenen Defiziten und gelösten Drogenproblemen durch Polizeieinsätze. Auf der Liste stehe allerdings weiterhin das Trinkwasserproblem. Russland möchte Arabien gegen den IS unterstützen. 

Afrika habe weiterhin ein Problem mit Piraten, das Militär habe die Piraten bisher nicht aufspüren können. Staatsminister Florian kann auch ein positives Ergebnis präsentieren: „Es hungert keiner mehr.“ Als nächstes möchte das Land in Bildung und Gesundheit investieren. 

Nordamerika ist "größer Umweltsünder"

Die Weltpresse sieht Nordamerika als „größten Umweltsünder“. Und so verbringen die Schüler einige Zeit im Kollegraum. Nach der Präsentation erhalten sie neue Nachrichten und Arbeitsaufträge und müssen in den Gruppen ihre nächsten Schritte planen. Ziel sei es, die Schüler auf sicherheits-politische Dinge aufmerksam zu machen und die starke Vernetzung der Welt zu verdeutlichen, erklärt Hauptmann Sebastian Linke von den Jugendoffizieren, die das Planspiel mit den Schülern durchführen. „Alleine kann man so Sachen wie die Umwelt nicht in den Griff bekommen“, sagt er. 

Die Realität als Ausgangssituation 

Die Schüler müssen ausprobieren und in regelmäßigen Abständen Reden halten, um ihre bisherigen Maßnahmen zu präsentieren. Auf einem großen Spielbrett haben die Teilnehmer eine Übersicht über die anderen Länder und Regionen. In der Simulation lernen die Schüler laut den Jugendoffizieren außerdem, wie wichtig es ist, das Weltgeschehen zu verfolgen, um so entstehende Konflikte zu erkennen und diese frühzeitig zu lösen. 

„Mit der Realität als Ausgangssituation schaffen sie gemeinsam eine Weltgeschichte“, heißt es auf der Internetseite der Jugendoffiziere. Die BGL-Schüler hatten die Idee zur Teilnahme an „Pol&Is“, ihre Leistungskurs-Lehrer Christian Hock und Klaus Röver ermöglichten den Exkurs.

Quelle: wa.de

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