Der richtige Umgang mit Geld

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Märkischer Kreis - Ob Ausbildung, Arbeit neben dem Studium oder gleich ein fester Job: Wer die Schule beendet hat, für den ändern sich die Einkommensverhältnisse oft radikal. Der richtige Umgang mit Geld ist nicht einfach.

„Das Wichtigste ist, dass sich junge Menschen überhaupt mit dem Thema beschäftigen“, sagt Sebastian Vogt, Abteilungsdirektor Privatkunden bei der Volksbank im Märkischen Kreis. Diese bietet etwa Workshops für Azubis an, die in Zusammenarbeit mit den Unternehmen gestaltet werden. 

Genauso sei es aber möglich, direkt mit dem Finanzberater seiner Bank einen Termin zu machen. Allgemeingültige Tipps nämlich gibt es beim Thema Finanzen nicht. „Die Voraussetzungen sind für jeden anders“, erklärt Vogt. Da sind zunächst die laufenden Kosten: Handyvertrag, Versicherungen, vielleicht eine Musik-Flatrate – es gilt, sich einen Überblick zu verschaffen. Denn viele, sagt Sebastian Vogt, wissen gar nicht, welche Summen regelmäßig vom Konto abgebucht werden. 

Ein weiterer wichtiger Punkt sind die eigenen Wünsche und Ziele: Wer ein teures Hobby hat, für den lohnen sich eventuell andere Finanzprodukte als für jemanden, der sich ein Auto oder die Möbel für die erste eigene Wohnung kaufen möchte. 

Private Vorsorge ist wichtig

Dann kommt die Altersvorsorge: Für viele wird die gesetzliche Rente nicht mehr ausreichen. Private Vorsorge ist also wichtig und jeder muss sich selbst fragen, wann er anfängt. Oft gibt es staatliche Förderungen. 

Auch für die Geldanlage sind unterschiedliche Lösungen denkbar: Während das Girokonto dem täglichen Zahlungsverkehr dient, eignet sich das Tagesgeldkonto für den Notgroschen: Die Ersparnisse sind sicher und jederzeit verfügbar. Ein Fondsparplan dagegen ermöglicht langfristig hohe Erträge. Dafür geht man aber ein gewisses Risiko ein. 

Stichwort Risiko: Wer viel auf Pump kauft, riskiert seine Kreditwürdigkeit. Eine Ratenzahlung ist vergleichbar mit einem Kredit. Wer zusätzlich Kreditkarten mit einem Limit von jeweils mehreren tausend Euro hat, bekommt womöglich keinen weiteren Kredit: Das Risiko wäre zu hoch, dass ein Gläubiger sein Geld nicht wiedersieht.

Steuererklärung kann nicht schaden

Nicht helfen können Bankberater bei der Steuererklärung, die sich für die meisten Arbeitnehmer lohnt. „Schaden kann es nicht“, sagt Friedo Vorderbrück vom Finanzamt in Altena. 

Die Angaben von der Lohnbescheinigung, die der Arbeitgeber ausstellt, werden in der Anlage N eingetragen. Fahrtkosten, Ausgaben für eine Gewerkschaft, für Arbeitsmaterialien und vieles andere können von der Steuer abgesetzt werden. Die Steuererklärung ist online oder auf Papier möglich. Wer nicht verheiratet ist, der muss laut Vorderbrück normalerweise nichts nachzahlen. „Dann gibt es höchstens Geld zurück.“

Quelle: wa.de

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