"Sexperts" schaffen Aufklärung auf Augenhöhe

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Schauspieler und Vertreter des Arbeitskreises „Sexualpädagogische Prävention im Kreis Soest“ diskutierten nach der Vorstellung mit den Schülern

Soest - Wie benutze ich ein Kondom? Ist Selbstbefriedigung schlimm? Was ist in einer Beziehung wichtig? Mit Jugendlichen über Sexualität und Aufklärung zu sprechen, ist häufig schwierig. Aber es kann auch ganz einfach sein. Das bewies gestern das Theaterstück „LiebeLove and the Sexperts“ mit zwei Vorstellungen vor rund 400 Schülern im Alten Schlachthof.

„Wenn wir direkt in die Schulen gehen und solche Themen ansprechen, ist es für Schüler manchmal eine schwierige Situation. Theaterstücke können da ein wichtiger Impulsgeber sein“, weiß Antje Dribbisch von der Gesundheitsförderung und HIV-Beratung des Kreises Soest. Zusammen mit Vertretern der Gruppe „Sexualpädagogische Prävention im Kreis Soest“ hatte sie die Veranstaltung organisiert und diskutierte nach der Vorstellung zusammen mit den Schauspielern und Schülern. 

Die Gruppe „theaterspiel“ aus Witten brachte das Stück mit viel Situationskomik und Musik zur Aufführung. Für die Jugendlichen war es ungezwungene Aufklärung auf Augenhöhe. Ohne Blatt vor dem Mund, aber auch ohne übertriebenen Ernst, den Schüler häufig im Gespräch mit ihren Eltern oder im schulischen Sexualunterricht erleben.

Im Mittelpunkt stehen Robin und Lucy, die sich langsam näher kommen, aber nicht wissen, wie sie ihre Gefühle füreinander offenbaren sollen. Zum Glück stehen ihnen die in skurrilen Kostümen auftretenden „Sexperten“ Bill the Boy und Lovely Rita beratend zur Seite, frei nach dem Motto: „Richtig sicher zu verkehren, wird dich jetzt die Rita lehren.“

Bei den Jugendlichen kam diese Offenheit sehr gut an, was sich auch an der regen Beteiligung bei der anschließenden Diskussion zeigte. Die Schüler der 7. und 8. Jahrgangsstufe brachten erste eigene Erfahrungen in Sachen Liebe und Beziehung ein und befragten die Schauspieler zu ihrem Liebesleben im echten Leben. Denn eins ist klar: Dumme Fragen gibt es bei diesem Thema sicher nicht.

Quelle: wa.de

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