Möglichkeiten nach dem Schulabschluss

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Die Aufnahme eines Studiums ist eine Möglichkeit von vielen.

Märkischer Kreis - Die Schule ist vorbei, der Abschluss ist in der Tasche – aber was nun? Schulabgängern stehen zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung, wie sie ihr Leben nun gestalten können. 

Diese Möglichkeiten gibt es:

Studium

In Deutschland gibt es verschiedene Formen der Hochschule. An Universitäten können alle Studiengänge belegt werden, es gibt jedoch auch Unis, die sich auf bestimmte Gebiete spezialisieren. Die Uni ist die einzige Hochschule, an der man auf Lehramt oder Medizin studieren kann. 

Auch an Fachhochschulen ist ein Studium möglich, dort ist die Praxis mit Projekten und Praxissemestern ein wichtiger Teil. Fachhochschulen bieten ausgewählte Fächer an. Duale Hochschulen kombinieren Studium und Ausbildung. 

Zugang zum Hochschulstudium bekommt man mit dem Abitur. Dabei ist jedoch zu beachten, dass einige Fächer einen NC (Numerus Clausus) haben, also einen Notenschnitt voraussetzen. Andere Fächer sind zulassungsfrei, erfordern aber eine Aufnahmeprüfung. Besonders an Kunst-, Musik- oder Filmhochschulen ist dies der Fall.

Ausbildung

Die betriebliche Ausbildung ist eine weitere Möglichkeit, sich auf das Berufsleben vorzubereiten. Während der Ausbildung besucht man neben der Arbeit im Betrieb auch die Berufsschule, wo theoretisches und praktisches Wissen vermittelt wird. Der Abschluss nach der Ausbildung ist staatlich anerkannt. 

Eine Ausbildung dauert in der Regel zweieinhalb bis drei Jahre, Die Dauer kann, je nach Schulabschluss, verkürzt werden. Anders als im Studium bekommt man in der Ausbildung eine Vergütung. Die Höhe des Gehalts ist abhängig vom Ausbildungsberuf. Die Voraussetzung zum Beginn der Ausbildung legt der jeweilige Betrieb fest, in der Regel wird mindestens ein Hauptschulabschluss vorausgesetzt.

Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) und Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ)

Menschen zwischen 16 und 26 Jahren haben die Möglichkeit, ganztägig in gemeinwohlorientierten Einrichtungen wie der Altenhilfe, Behindertenhilfe, Kinder- und Jugendhilfe oder in Einrichtungen der Gesundheitspflege im Rahmen des FSJ auszuhelfen. Das FSJ dauert 12 Monate, mindestens 6 und maximal 18 Monate. Während des FSJ erhalten die Freiwilligen ein Taschengeld, sowie eine Unterkunft und Versicherung. Das FSJ ist eine gute Möglichkeit, vor dem Einstieg in das Studium oder in die Ausbildung praktische Erfahrungen zu sammeln und Netzwerke zu knüpfen. 

Das FÖJ können Menschen zwischen 16 und 27 Jahren antreten, die sich für Themen von Artenschutz bis hin zur Umweltbildung interessieren. Das FÖJ dauert ein Jahr und beinhaltet zusätzlich zu der Arbeit in biologischen Stationen, Naturschutzzentren oder botanischen Gärten insgesamt fünf Seminare zu den Themen Wasser, Klima, Wildnis oder Landwirtschaft. Während des FÖJ erhalten die Freiwilligen ebenfalls ein Taschengeld.

Bundeswehr

In der zivilen Ausbildung bei der Bundeswehr können 54 Berufe erlernt werden, darunter zum Beispiel Koch, Gärtner, Gesundheitspfleger, Tischler oder Zahnmedizinischer Fachangestellter. Bei der zivilen Ausbildung macht man eine Lehre ohne militärische Ausbildung. Jeder Auszubildende erhält ein Ausbildungsentgelt. Voraussetzung ist hier mindestens ein Hauptschulabschluss.

Auch ein Studium ist möglich: 63 verschiedene Fächer wie Medizin oder Psychologie werden angeboten, die Teil der Offizierslaufbahn sind – das heißt, ein Student bei der Bundeswehr verpflichtet sich für 13 Jahre und durchläuft eine Ausbildung beim Berufsheer, der Marine oder der Luftwaffe. Daher ist neben dem Abitur auch körperliche Fitness Voraussetzung. 

Der Zugang zum Studium bei der Bundeswehr wird nicht nur über die Abiturnoten, sondern auch über eine Aufnahmeprüfung geregelt, das heißt, dass auch Bewerber mit einem schlechteren Schnitt eine Chance auf einen Studienplatz haben. Zudem vergütet die Bundeswehr das Studium mit einem monatlichen Gehalt. Im Anschluss an das Studium steht in der Regel ein sicherer Job. Nach der Zeit bei der Bundeswehr kann zu einem zivilen Arbeitgeber gewechselt werden. 

In der militärischen Laufbahn kann man sich ab 17 Jahren für vier Jahre verpflichten und in 32 verschiedene Laufbahnen starten, der freiwillige Wehrdienst bietet die Möglichkeit, sich in einem Zeitraum von bis zu 23 Monaten ein Bild von der Bundeswehr zu machen.

Weitere Infos gibt unter www.arbeitsagentur.de, www.freiwilliges-jahr.de, www.foej.lvr.de und www.bundeswehrkarriere.de

Quelle: wa.de

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