Sparkassen-Azubis stellen soziales Projekt auf die Beine

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Von links: Eda Simsek, Ausbildungsleiter David Macipe, Jacqueline Braun, Aaron Morlinghaus, Arlind Dervishi, Luisa Bocchiocchio, Benjamin Pritschow, Laura Falkner und Luca Vasselei. Es fehlen: Marie Kramer, Sophia Delwig und Projektleiter Lukas Karich.

Lüdenscheid - Die Auszubildenden der Sparkassen haben gemeinschaftlich ein soziales Projekt  auf die Beine gestellt. Dabei widmeten sie sich Menschen mit Behinderung.

Es ist ein Gemeinschaftsprojekt, das die Auszubildenden der Sparkassen im ersten und zweiten Lehrjahr jedes Jahr stemmen – und immer ist es ein soziales Projekt, das der Region und ihren Bewohnern zugutekommen soll, erklärt Azubi Arlind Dervishi. 

Dieses Jahr widmeten er und neun weitere Azubis sich unter dem Motto „Gutes tun ist einfach“ Menschen mit Behinderung. „Ein schwieriges Thema“, resümiert Dervishi. 

Berührungsängste waren da

Nicht nur er, auch einige seiner jungen Kollegen stellten fest: Es gibt durchaus Berührungsängste. „Aber nicht bei den Betroffenen“, betont Dervishi. Lediglich sie selbst hätten anfangs nicht gewusst, wie sie mit den Menschen umgehen sollten. „Wir haben uns in Teams aufgeteilt und mehrere Einrichtungen besucht. Und dort wollten wir nicht nur gucken, sondern mit anpacken.“ 

Die Azubis halfen also den Mitarbeitern in den Einrichtungen bei ihrer täglichen Arbeit. Und das kam nicht nur bei den Azubis, sondern vor allem in den Einrichtungen richtig gut an: „Die waren alle wirklich begeistert“, sagt Dervishi. 

Thema ganz bewusst gewählt

Zuvor seien die meisten Einrichtungs-Mitarbeiter jedoch sehr verwundert gewesen: „Sie haben nicht damit gerechnet, dass wir uns von der Sparkasse nach der Arbeit bei ihnen erkundigen“, weiß Dervishi. Dabei wählten die Azubis das Thema ganz bewusst aus: „Die Projekte sind immer sozial – in den letzten Jahren wurden oft Kindergärten unterstützt. Voriges Jahr war die Flüchtlingshilfe ein großes Thema.“ 

Menschen mit Behinderung hingegen standen noch nie im Fokus der Azubis, das wollten sie dieses Mal ändern. „Das ist eine Erfahrung, die jeder machen sollte. Man macht sich wegen vielen Kleinigkeiten unnötig einen Kopf – wir regen uns einfach über zuviel auf und vergessen, was wirklich wichtig ist“, betont der Auszubildende. 

Stolz auf geleistetes Projekt

Aus den Erfahrungsberichten der anderen neun Azubis geht hervor, dass sie durchaus stolz auf ihr geleistetes Projekt sind. Vor allem die Herzlichkeit der Menschen bleibe ihnen in Erinnerung. Ebenso wie deren Schwierigkeiten im Leben. „Was für uns einfach erscheint, ist für die meisten eine Herausforderung“, sagen sie.

Quelle: wa.de

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