Soester Politiker wollen Jugendrat

Soest - Je oller desto doller? Das muss doch nicht sein. Zumindest wenn es um die aktive Mitwirkung an politischen Entscheidungen geht.

Da haben die älteren Semester in der Stadt schon seit Jahren den Seniorenbeirat – und die jüngeren? Nix. Das soll sich nach dem Willen mehrerer Ratsfraktionen im kommenden Jahr ändern.

Sie haben für die nächste Ratssitzung Anfang Juli einen Antrag gestellt, in dem die Einrichtung eines Jugendrates gefordert wird.

Die Idee zu der Initiative hatte Ratsherr Sven Sladek, ehemaliger Pirat und inzwischen parteilos. Ihm war nicht verborgen geblieben, dass der Gesetzgeber zwar eine Beteiligung von Jugendlichen an für sie relevanten Entscheidungen vorsieht, das in der Praxis aber nicht wirklich geschieht. Bislang habe die Stadt, so heißt es in der Begründung, „punktuelle Beteiligungen“ durchgeführt, zum Beispiel beim Bau neuer Spielplätze.

Außerdem wurden zwei Jugendforen organisiert. Die Beteiligung an diesen Veranstaltungen sei aber „eher übersichtlich“ gewesen.

Deshalb wollen Sladek sowie die SPD, die SO-Partei, die Grünen und das Junge Soest jetzt einen „permanenten Jugendrat“ einrichten, der nicht gewählt werden soll, sondern aus Jugendlichen besteht, die sich bereits in ganz verschiedenen Funktionen engagieren, zum Beispiel als Schülersprecher an weiterführenden Schulen in der Stadt oder Sprecher von Jugendorganisationen.

Keine Unterstützung für den Antrag gibt es von der ebenfalls angesprochenen Linke: Die Fraktion, so Sladek, habe abgewunken, weil sie die Vertretung der Jugendlichen lieber gewählt sehen würde.

Rubriklistenbild: © dpa

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