"GedankenBlitz": Emotionale Entscheidung

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Bei der ersten Aufgabe mussten die Schüler eine Waage bauen. Das klappte bei allen Teams, wie hier beim Archi-Gymnasium, recht gut. Probleme gab es dann aber bei der dritten Aufgabe

Soest - Am Ende war alles gut. Die Siegerschule jubelte, die Verlierer gratulierten fair und auch die Organisatoren waren zufrieden. Zwischendurch kochten beim Finale des „GedankenBlitz“-Wettbewerbs aber auch die Emotionen hoch. Ausgerechnet die späteren Sieger von der Hannah-Arendt-Gesamtschule fühlten sich bei einer Aufgabe benachteiligt.

„Im Großen und Ganzen sind wir zufrieden. Es war super spannend und die Schüler hatten Spaß. Aber bei so einer großen Veranstaltung kann eben nicht alles glatt gehen“, sagte Organisator Tim Nolte von der Soester Wirtschaftsförderung. 

Bei den Aufgaben klappte zunächst alles. Die 17 Juroren waren gut eingewiesen und achteten darauf, dass sich die Teams im Rahmen der Regeln bewegten. 

Probleme gab es aber bei der dritten Aufgabe. Die Schüler mussten den richtigen Weg über einen schachbrettartigen Teppich finden. Immer wenn ein Schüler ein falsches Feld betrat, sollten die Jurymitglieder mit einer Fahne wedeln. Das erwies sich als schwierig, weil die Schüler teilweise so schnell über den Teppich liefen, dass die Jury gar nicht rechtzeitig die Fahne heben konnte. Welches Feld falsch und welches richtig war, wurde nicht deutlich. „Laut Regeln mussten die Schüler immer mit beiden Beinen im Feld stehen. Da hätten die Juroren mehr drauf achten können“, meinte Nolte. 

Finale Gedankenblitz 2017

Vor allem das Team der Hannah-Arendt-Gesamtschule regte sich über falsche Signale auf, gab an, wertvolle Zeit verloren zu haben. Von der Tribüne, wo um die 300 Zuschauer die Aufgaben verfolgten, gab es sogar vereinzelte Buhrufe. „Fehler kann man nicht ausschließen. Aber das Convos hatte diese Aufgabe bereits gewonnen, als die Diskussionen aufkamen. An der Reihenfolge hätte sich nichts verändert“, glaubt Nolte. Trotz der Verwirrung war die Gesamtschule dennoch das zweitschnellste Team und nach ihrem Sieg im Stechen gegen das Archi-Gymnasium waren alle Diskussionen vergessen. 

Nolte will nun zeitnah mit den Sponsoren über die nächste Auflage des Wettbewerbs beraten. Von den Schulen gab es bereits Verbesserungsvorschläge. So wünschen sie sich eine Liveübertragung, damit die Zuschauer den Wettbewerb noch besser verfolgen können. Dann wären auch eventuelle Missverständnisse und Regelverstöße besser aufzuklären.

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