Jana Schenkel packt Koffer für Bolivien

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Erst das Abi, dann nach Bolivien: Jana Schenkel aus Soest geht im Freiwilligenjahr nach Südamerika. Sie zeigt hier ein Bild der bolivischen Flagge, das ihre Schwester gemalt hat. Das ovale Wappenschild zeigt den Berg von Potosí, er steht für Reichtum an Mineralien und Erzen. Die Landschaft mit einem Alpaka, eine Garbe und eine Palme symbolisieren den Naturreichtum . Die Sonne ist ein Zeichen der der Inka, und der Kondor oberhalb des Schildes ist Ausdruck der Freiheit. 

Soest - Jana Schenkel ist gespannt, was sie erwartet. Ihr Ziel heißt Bolivien im Herzen Lateinamerikas. Dort wird sie für ein Jahr im Freiwilligendienst leben und arbeiten.

Die 19-Jährige freut sich riesig, sie weiß aber auch, dass ihr der Abschied von Familie und Freunden schwerfallen wird. Doch der Entschluss, sich nach der Schule für eine Weile in der Welt umzusehen, steht fest – „eigentlich schon immer“, wie die Convos-Gymnasiastin berichtet. Nun soll ihr großer Wunsch Wirklichkeit werden. 

Bald beginnen die Abitur-Prüfung. Sind die Klausuren geschrieben, dauert es nicht mehr lange, und sie packt den Koffer, um Richtung Südhalbkugel zu starten. Im August geht’s los. „Ich möchte meinen Horizont erweitern“, sagt die junge Soesterin. Warum die Wahl gerade auf das wegen seiner Lage in den Anden als „Dach der Welt“ bezeichnete Land fiel, das über 10 000 Kilometer und viele Flugstunden von Soest entfernt liegt? 

„Mein Lehrer hat viel über Bolivien erzählt“, antwortet Jana Schenkel. Seine Berichte begeisterten die Schülerin, sie möchte die Vielfalt der Landschaft, die traditionelle Lebensweise, die einzigartige, eigenwillige Natur und vor allem die reiche Kultur kennenlernen. Wer nach Bolivien reist, der kommt hoch hinaus, ob er will oder nicht. Dort befinden sich der höchst gelegene schiffbare See und die größte Salzwüste der Welt, um nur zwei Superlative zu nennen.

Vor dem Start im Sommer gilt es, noch viele Vorbereitungen zu treffen. Eifrig lernt Jana Schenkel im VHS-Kursus Spanisch, um sich verständigen zu können. Darüber hinaus sammelt sie Spenden, um mit einem Solidaritätsbeitrag einen Teil der Kosten beizusteuern. Die Soesterin nutzt die Chancen des Weltwärts-Programmes, das vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ins Leben gerufen wurde. 

Eingebunden ist die internationale, gemeinnützige Ehrenamtlichenorganisation ASF, die sich seit vielen Jahren für Versöhnung und Frieden einsetzt. Beim Kaffeetrinken in der Heilig-Kreuz-Gemeinde schilderte die 19-Jährige jetzt ihre Pläne. Das Publikum lauschte mit Interesse und gab gern einen Obolus. „Man darf nicht festgelegt in seinem eigenen Weltbild, sondern muss auch offen für andere Sichtweisen sein“, nennt Jana Schenkel eine wichtige Voraussetzung für ihr Vorhaben. 

Das heißt: Tolerant sein, offen auf die Menschen zugehen, auch eine andere Anschauung oder Art zu leben akzeptieren. Sie ist überzeugt: Das Jahr wird sie mit vielen Erfahrungen und Eindrücken weiterbringen. Wo genau sie das nächste Weihnachtsfest oder ihren Geburtstag feiern wird, das weiß Jana Schenkel noch nicht. Vielleicht klappt es ja mit einem Projekt in einer Schule, wo sie dann als Assistentin im Englisch-Unterricht eingesetzt wäre. Und wer weiß, möglicherweise möchte sie ja später einmal Lehrerin werden. Klar ist das noch nicht. 

Die Zeit in Bolivien dürfte aber wichtige Entscheidungshilfen für den weiteren Weg liefern. 

Weitere Informationen – auch zur Möglichkeit zu spenden – unter janaschenkel@gmx.de

Quelle: wa.de

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