Jugendrat: Soester Linke äußern Bedenken

Soest - In die jüngste Forderung von SPD, Grünen, SO, Junges Soest und Ratsherr Sven Sladek, in Soest einen eigenen Jugendrat einzurichten, mischt sich nun auch die Fraktion „Die Linke“ ein.

Iris Fenzlein, Ratsfrau, meint dazu in einer Presseerklärung: „Eine Vertretung für die Jugendlichen in Soest ist auch in unseren Augen eine super Sache. Nur wie soll das Gremium zusammen gesetzt sein? Jugendliche zu nehmen, die in der Schülervertretung oder den Jugendverbänden organisiert sind, so wie es der Vorschlag der anderen Fraktionen ist, hält doch alle anderen Jugendlichen vom aktiv werden ab. Außerdem: Wie viele Vertreter soll so ein Gremium haben?“

Die Linksfraktion hat auch wegen der Legitimation der Jugendlichen Bedenken. „Die Jugendlichen sollen sicherlich die Interessen der Soester Jugendlichen vertreten“, überlegt Fraktionsvorsitzender Winfried Hagenkötter, „das könnte schwierig werden, wenn die Jugendlichen in den Schülervertretungen und Jugendorganisationen gar nicht aus Soest sind. 

Wenn das dazu führt, dass an den weiterführenden Schulen nur noch „echte“ Soester zu Schülersprechern gewählt werden, wäre das kaum im Sinne der Schülerinnen und Schüler. Zu guter Letzt stellt sich bei dem Vorschlag der anderen Fraktionen natürlich die Frage: Vertreten diese Jugendlichen dann alle Soester Jugendlichen oder nur die Interessen ihrer Verbände und Organisationen? Da ist der Jugendrat doch nur ein Feigenblatt.“

Fenzlein weiter: „Wir leben in einer repräsentativen Demokratie und da gehört es sich, dass die jugendlichen Vertreter, wie die Mitglieder des Integrationsrates und Seniorenbeirates, in einer freien demokratischen Wahl gewählt werden. Der vorliegende Antrag der anderen Fraktionen geht da in die falsche Richtung. Wir wollen ein Jugendparlament und keinen Jugendrat.“

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