Die Jugend kann weiter bauen

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Hier schlagen Teilnehmer der Jugendbauhütte mittelalterliche Schriftzeichen in Grünsandstein.

Soest - Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) nimmt ab dem kommenden Jahr wieder die finanzielle Förderung der Jugendbauhütte in Soest auf. Damit wird der Fortbestand dieser Institution gesichert.

Grundlage des Beschlusses war ein Antrag der Fraktion „Die Linke“ im LWL. Roland Koslowski, Mitglied der Fraktion im Landesjugendhilfeausschuss, freut sich: „Dass der LWL aufgrund unseres Antrags – wenn auch mit einem Jahr Verspätung – jetzt die Förderung der Jugendbauhütte wieder aufnimmt, ist ein großer Erfolg für die Jugendbauhütte in Soest. 

Im LWL herrscht zurzeit eine unsägliche Kürzungspolitik der Mehrheitsfraktionen von CDU und SPD vor. Wir freuen uns, dass wir die Förderung der sinnstiftenden Arbeit der Jugendbauhütte dennoch durchsetzen konnten.“ Werner Sell, Mitglied im Umwelt- und Bauausschuss des LWL, ergänzt: „Die Jugendbauhütte in Soest überzeugt dadurch, dass sie junge Menschen an die praktische Denkmalpflege heranführt. 

Die FSJler lernen alte Kulturtechniken des Bauwesens und können dadurch auch in der Erhaltung von Denkmälern sowie in der Archäologie der Gesellschaft gute Dienste leisten. Warum die Mehrheitsfraktionen und die Verwaltung allerdings ein Jahr Bedenkzeit für unseren Haushaltsantrag benötigt haben, leuchtet mir nicht ein.“ Die „ijgd Jugendbauhütte NRW Westfalen“ in Soest ist ein Projekt, das junge Menschen im Rahmen des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) an die praktische Denkmalpflege heranführt. 

In der Vergangenheit wurde die Jugendbauhütte durch einen Zuschuss des LWL unterstützt. Im Rahmen von Kürzungen wurde dieser Zuschuss jedoch im Jahr 2013 gestrichen, was die Fortsetzung der Arbeit der Jugendbauhütte in Frage stellte. Nach einem Besuch, bei der sie sich über die gute Arbeit der Jugendbauhütte informierte, stellte „Die Linke“ im Oktober 2015 einen Haushaltsantrag, dass die Förderung in Höhe von 50 000 Euro durch den LWL wieder aufgenommen wird. 

Im Jahr 2016 konnte die Jugendbauhütte nur deshalb fortexistieren, weil weniger junge Menschen teilnehmen durften und die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit einer einmaligen Zahlung das Defizit ausgeglichen hatte.

Quelle: wa.de

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