Bewerbung

Ablauf eines Assessment-Centers

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Märkischer Kreis - Die Bewerbung wurde erfolgreich geschrieben und im Vorstellungsgespräch hat man einen guten Eindruck hinterlassen – soweit so gut. Vielen Unternehmen genügt dies aber noch nicht.

Sie wollen auch die Persönlichkeit und die Soft-Skills der Bewerber kennenlernen. Dafür laden sie die Kandidaten zum Assessment-Center ein. 

In ein bis drei Tagen müssen sie dort verschiedene Übungen absolvieren. Die Vorbereitung auf das Auswahlverfahren ist besonders wichtig. So sollten Bewerber über Neuigkeiten und aktuelle Entwicklungen im Unternehmen Bescheid wissen. 

Informationen finden sich beispielsweise auf der Internetseite der Firma oder in der Berichterstattungen der Medien. Manche Unternehmen verschicken auch einen Ablaufplan – so wissen die Bewerber schon vorab, was ungefähr auf sie zukommt. Desweiteren sind im Internet Erfahrungsberichte zu finden, die bei der Vorbereitung helfen können. 

Besonders wichtig ist es außerdem, authentisch zu bleiben. Die Beobachter erkennen meist, „wer von den Kandidaten nur eine Rolle spielt und wer ganz er selbst ist“, schreibt das Karriereportal Absolventa. Außerdem bestehe die Gefahr, dass die Persönlichkeit auf der Strecke bleibt, wenn man sich verstellt.

Rollenspiele und Kompetenztests gehören zu den beliebten Übungen

Im Gegensatz zum Telefoninterview oder dem Vorstellungsgespräch lernt man im Assessment-Center die Mitbewerber kennen. Gemeinsam müssen Aufgaben gelöst werden. Die Zusammenarbeit der Bewerber wird von sogenannten Assessoren genau verfolgt. Sie analysieren das Verhalten der Kandidaten anschließend. Beliebte Übungen im Assessment-Center sind laut Absolventa Fallstudien, Postkorbübungen, Rollenspiele und Kompetenztests. 

Bei Rollenspielen sollen unter anderem das Konfliktmanagement und die Entscheidungsfähigkeit der Kandidaten geprüft werden. Beliebte Szenarien für Rollenspiele sind das Mitarbeitergespräch oder das Kundengespräch. Die Bewerber sollen Empathie zeigen und gleichzeitig die Interessen der Firma durchsetzen. Bei Postkorbübungen hingegen, stehen vor allem die Stressresistenz, das analytische Denken und das Organisationsgeschick der Kandidaten auf dem Prüfstand.

Der Bewerber erhält Dokumente, die er innerhalb einer knappen Zeitspanne abarbeiten muss. „Jedes Schriftstück hat dabei bestimmte Rahmenbedingungen, die es zu berücksichtigen gilt, zum Beispiel einen festen Abgabetermin“, schreibt Absolventa. Die Bewerber müssen sich also entscheiden, in welcher Reihenfolge sie die Dokumente bearbeiten, ob sie diese überhaupt bearbeiten oder ob sie die Aufgaben lieber weiterdelegieren. Vorsicht: Um einen zusätzlichen Stressfaktor zu schaffen, können die Postkorbübungen auch so erstellt worden sein, dass sie für die Bewerber in der Zeitspanne nicht zu schaffen sind.

Bewerber schlüpfen in die Rolle des Entscheidungsträgers

Bei der Fallstudie (Case Study) schlüpfen die Bewerber in die Rolle des Entscheidungsträgers, der vor einer herausfordernden Aufgabe steht. Mit der Fallstudie soll überprüft werden, wie gut die Bewerber in stressigen Situationen – beispielsweise unter Zeitdruck – mit komplexen Problemen umgehen. Die Kandidaten sollen „ihre analytischen und organisatorischen Kompetenzen unter Beweis stellen“, schreibt Absolventa. 

Die Fallstudie soll strukturiert bearbeitet werden. Es geht darum, sich selbst beziehungsweise den Prüfern kluge Fragen zu stellen und logische Annahmen zu machen. Neben diesen typischen Übungen können auch noch weitere Aufgaben auf die Bewerber zukommen – beispielsweise Gruppendiskussionen und Selbstpräsentationen. Wichtige Regel dabei: selbstbewusst bleiben. Schließlich zeigt das Unternehmen mit der Einladung zum Assessment-Center bereits das Interesse am Bewerber.

Weitere Infos unter www.absolventa.de/karriereguide/assessment-center.

Quelle: wa.de

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