Schüler stellen eigenen Schlüsselanhänger her

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Mit der Unterstützung von Martin Eilbrecht, Ausbildungsleiter bei der Firma Lumberg in Schalksmühle (rechts), fertigten die drei Schüler (v. l.) Saskia, Ole und Lukas ihre eigenen Schlüsselanhänger im Rahmen des dreitägigen Zdi-Ferienkurses.

Schalksmühle - Einen Schlüsselanhänger mit dem eigenen Namen selbst herstellen und gleichzeitig in drei Unternehmen hineinschnuppern: Auch so kann man im Märkischen Kreis einen Teil seiner Ferien verbringen.

„Das Ziel dieser Unternehmung ist die Darstellung der Wertschöpfungskette“, erklärte Projektleiterin Tharsika Sivalingam vom Zdi (Zukunft durch Innovation) Nordrhein-Westfalen. 

Saskia (15), Lukas (13) und Ole (14), Schüler der freien christlichen Realschule Lüdenscheid, hatten sich im Vorfeld für das dreitägige Projekt angemeldet. „Ich wollte mal ein paar Berufsarten kennenlernen, die man im Alltag nicht so oft sieht“, erklärte Ole. 

Messingplatten als Grundlage

Im letzten Schritt werden die Schlüsselanhänger galvanisiert.

Zuerst machten die Schüler Station im Sundwiger Messingwerk in Hemer. „Dort werden die Messingplatten hergestellt, die die Grundlage für die Schlüsselanhänger bilden“, sagte Martin Eilbrecht, Leiter der Werkzeugtechnologie und Ausbildungsleiter der Firma Lumberg in Schalksmühle, der zweiten Station von Ole, Saskia und Lukas. Dort mussten die Motive der Schlüsselanhänger zunächst am Computer programmiert werden. 

„Das war nicht schwer“, sagte Ole, der sich auch in seiner Freizeit ab und zu mit Computern beschäftigt. „Ich habe mich mit so etwas bis jetzt noch nicht befasst, ich fand es etwas schwierig“, sagte hingegen Saskia, die bis dahin noch nie in einem produzierenden Unternehmen war, sich aber von der Größe der Firma Lumberg beeindruckt zeigte. Auch Lukas gefiel es: „Ich finde es gut hier, es ist spannend, sich die Produktion ansehen zu können.“ 

Bevor der Anhänger aus der Messingplatte gestanzt werden konnte, mussten die Schüler das Motiv am Computer programmieren.

Nachdem die Schlüsselanhänger aus den Messingplatten gestanzt waren, waren sie jedoch noch nicht fertig. Mit Zange und Feile entfernten Lukas, Saskia und Ole scharfe Kanten und überstehendes Material. „Sie machen das zum ersten Mal und ich musste ihnen zeigen, dass man nicht hin und her, sondern in eine Richtung feilt, aber sie stellen sich dabei auf jeden Fall gut an. Man merkt, dass das technische Verständnis da ist“, sagte Eilbrecht. 

Galvanisieren als letzten Schritt 

Im letzten Schritt wurde der Schlüsselanhänger in der Firma Metoba galvanisiert und vergoldet. Für die Zukunft kann sich nur Ole vorstellen, in diesem Berufsfeld zu arbeiten. „Es wird auf jeden Fall nicht langweilig, durch technologische Weiterentwicklungen arbeitet man immer wieder mit neuen Bauteilen und muss sich neue Fähigkeiten aneignen, wie zum Beispiel das Programmieren am Computer“, sagte Eilbrecht.

Quelle: wa.de

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