Studienbeginn

Erstsemester im Fragen-Dschungel

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Die meisten Unis bieten freiwillige Einführungskurse an.

Märkischer Kreis - Der Studiengang ist gefunden, die Universität ausgesucht und auch die Einschreibung geglückt. Nun folgt für viele Erstsemester ein Dschungel an Fragen

Wie finanziere ich mein Studium? Wie finde ich eine Wohnung? Welche Freizeitangebote hält eine Universität bereit? 

Um Antworten zu finden, hilft ein Blick auf die Uni-Homepage. Nicht selten lassen sich dort die sogenannten „FAQ’s“ finden, die einen ersten Überblick bieten können. Besonders wichtig ist es, einen Überblick über Voraussetzungen, Nachweise und Vorkurse zu bekommen. Manche Universitäten bieten freiwillige Vorkurse an, für einige Fächer gibt es jedoch auch Voraussetzungen wie den Nachweis von Sprachkursen oder Praktika. 

Krankenversicherung vor Einschreibung nachweisen

Schon bei der Einschreibung muss jeder Student eine Kranken- und Pflegeversicherung nachweisen. An der Versicherung über einen Elternteil ändert sich bis zum 25. Geburtstag nichts. Eine studentische Pflichtversicherung muss nur abschließen, wer das Alter überschreitet. 

Ist man eingeschrieben, kommt häufig die Frage nach einer eigenen Wohnung auf. Wenn die Universität mit dem Auto oder Zug gut zu erreichen ist, kann es finanzielle Vorteile haben, bei den Eltern zu wohnen. Durch die Entfernung und die langen Fahrtzeiten kann es jedoch passieren, dass der Student viel von dem „Unileben“ verpasst. 

Hat man sich für eine eigene Wohnung entschieden, helfen das schwarzen Brett der Universität, das Studentenwerk und verschiedene Internet-Plattformen bei der Suche. Besonders Facebook-Gruppen der Uni können nützlich sein. Nach dem Umzug gilt es, sich beim Einwohnermeldeamt zu melden. Werden die Fristen dafür nicht eingehalten, kann ein Bußgeld die Folge sein. 

Freiwillige Einführungsphasen an den Unis

Um den Wechsel von der Schule ins Studium zu erleichtern, bieten die meisten Universitäten Erstsemestereinführungen an. An der Bergischen Universität Wuppertal gibt es zudem eine Studieneingangsphase, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, die Erstsemester gezielt fördert. Wessen Familie nicht die finanziellen Möglichkeiten hat, eine Wohnung und den Semesterbeitrag zu bezahlen, der wird sich neben den vielen anderen Fragen auch eine nach dem Geld stellen. 

Häufig fällt dabei der Begriff „BAföG“. Dabei handelt es sich um eine staatliche finanzielle Unterstützung die später zur Hälfte zinslos zurückgezahlt werden muss und sich unter anderem am Einkommen orientiert. 

Eine weitere Möglichkeit, einen Zuschuss zu erhalten, sind Stipendien oder ein Studien- oder Bildungskredit. Die Kredite sind unabhängig davon, was der Student oder seine Eltern verdienen, müssen jedoch mit Zinsen zurückgezahlt werden. Unter bestimmten Voraussetzungen kann auch ein BAföG-Bankdarlehen beantragt werden. 

Unisport als Ausgleich zum Studium

Wenn dann das Studium so richtig Fahrt aufnimmt stehen häufig Hausarbeiten, Projekte und Präsentationen an. Einen Ausgleich bietet da der Unisport. Einige Unis haben dazu einzigartige Kurse im Angebot. So bietet zum Beispiel die Ruhr-Universität Bochum nicht nur die Möglichkeit, verschiedene Bootsführerscheine zu machen, sondern auch Theorieunterricht im Segeln. Im Sportprogramm sind Rollstuhlbasketball, Quidditch und Unterwasserrugby vertreten. 

Freizeitangebote für kreative Köpfe

Auch kreative Köpfe können ihre Freizeit an der Universität gestalten, es gibt meist Musik- und Theaterkurse. Die Technische Universität Dortmund bietet beispielsweise elf verschiedene Orchester und Chöre an. Auch Campusradios, Unizeitungen und Fernsehsendungen sind keine Seltenheit, werden oft von den Studenten selbst geführt und machen sich später gut auf Bewerbungen. Wer politisch interessiert ist, kann sich verschiedenen politischen Hochschulgruppen anschließen und in das Studierendenparlament einbringen. 

Viele Universitäten bieten außerdem regelmäßig Konzerte, Festivals und andere Veranstaltungen an. Meist sind diese von Studenten selbst organisiert. Der Goldene Monaco zum Beispiel ist der Filmpreis der Uni Siegen und wird mit einer Gala gefeiert.

Nebenjob als studentische Hilfskraft

Wer sich neben dem Engagement auch etwas Geld verdienen möchte, dem bleibt noch die Möglichkeit, sich als studentische Hilfskraft zu bewerben. Hier und auch bei einem regulären Nebenjob sollten allerdings bestimmte Grenzwerte beachtet werden, denn BAföG, die kostenlose Mitversicherung über die Familie, die studentische Pflichtversicherung, die Steuerpflicht und das Kindergeld sind alle an Obergrenzen des Einkommens oder der Arbeitstage geknüpft.

Quelle: wa.de

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