MAN beschließt unabhängige Korruptions-Untersuchung

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Eine Untersuchung soll die Bestechungsvorwürfe gegen MAN aufklären.

München - Der MAN-Aufsichtsrat hat eine unabhängige Untersuchung der Bestechungsvorwürfe gegen den Konzern beschlossen.

Im gesamten Konzern werde die Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsaktivitäten überprüft, erklärte der Münchner Lastwagenhersteller am Dienstag. Die Untersuchung solle den Vorstand bei der Aufklärung der Vorwürfe unterstützen. Auch die Compliance-Organisation soll untersucht werden - sie ist eigentlich dafür zuständig, Praktiken wie Bestechung zu verhindern.

Mit der Überprüfung beauftragte der Aufsichtsrat die Berliner Rechtsanwaltskanzlei Wilmer Hale. Sie soll bei MAN an Aufsichtsrat und Prüfungsausschuss berichten. MAN-Mitarbeiter sollen im In- und Ausland mit verbotenen Zahlungen in einem Millionenvolumen den Absatz der Nutzfahrzeugsparte angekurbelt haben. Insgesamt sind mehr als 100 Personen im Visier der Staatsanwaltschaft. Dabei handelt es sich um Angestellte von MAN und Kunden sowie Angehörige und Freunde von Kundenmitarbeitern.

ap

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