Oberlandesgericht entscheidet

Weselsky bleibt „Mitarbeiter des Monats“: Sixt-Werbung mit GDL-Boss ist zulässig

+
Claus Weselsky.

Der Chef der Lokführergewerkschaft (GDL), Claus Weselsky, muss eine Werbung des bayerischen Autovermieters Sixt mit seinem Foto und der Bezeichnung „Mitarbeiter des Monats“ hinnehmen.

Dresden - Das entschied das Oberlandesgericht Dresden am Dienstag und wies damit die Berufung des Klägers gegen ein Urteil des Landgerichts Leipzig zurück (Az.: 4 U 182218). Einen Anspruch auf Zahlung einer Lizenzgebühr habe er ebenfalls nicht. Weselskys Persönlichkeitsrecht stehe hier hinter der Meinungsfreiheit des Autovermieters zurück.

Lesen Sie auch: Weselsky von Sixt gekürt

Zur Begründung hieß es, Weselsky müsse als Person des öffentlichen Lebens bei vorrangigem öffentlichen Informationsinteresse auch die Vereinnahmung im Rahmen von Werbung hinnehmen. Das sei hier gegeben. Die Veröffentlichung des Bildes habe keine Einwilligung von Weselsky gebraucht, und es entstehe auch nicht der Eindruck, dass dieser sich mit dem beworbenen Produkt identifiziere - vielmehr hätten die Adressaten den satirischen Charakter der Werbung erkannt.

Eine Revision wurde nicht zugelassen. Gegen die Entscheidung kann nun noch Nichtzulassungsbeschwerde beim Bundesgerichtshof eingelegt werden. Sixt hatte anlässlich der Lokführerstreiks 2014 und 2015 eine Anzeige mit einem Foto des GDL-Chefs mit der Bildunterschrift „Mitarbeiter des Monats“ veröffentlicht.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare