Ergebnis der Stiftung Warentest

Mit Gasanbieter-Wechsel bis zu 755 Euro einsparen

Berlin - Mit einem Gasanbieter-Wechsel können Verbraucher bis zu 755 Euro im Jahr sparen. Das hat die Stiftung Warentest herausgefunden - und gleich ermittelt, welche Stadt dafür am günstigsten ist:

Verbraucher können durch den Wechsel des Gasanbieters je nach Region pro Jahr mehrere hundert Euro sparen. Ein Vergleich unter 20 großen Städten im Bundesgebiet habe ergeben, dass bis zu 755 Euro Ersparnis möglich seien, berichtete die Zeitschrift "Finanztest" in ihrer Oktober-Ausgabe. Die größten Einsparungen könnten jene Kunden erzielen, die noch nie den Tarif oder Anbieter wechselten.

Für den Anbieter-Vergleich untersuchten die Tester die Gas-Kosten für drei Musterhaushalte in bundesweit 20 Städten von Berlin bis Wiesbaden. Die - mit Abstand - größte Ersparnis können demnach Gaskunden in Leipzig machen. Wenn sie aus dem Grundtarif der Stadtwerke zum Tarif "Montana garant" der Montana Energiehandel wechseln, sparen sie demnach bei einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden rund 755 Euro. In Frankfurt am Main sind laut "Finanztest" Einsparungen von bis zu 481 Euro möglich, in Köln von bis zu 433 Euro.

Die Tester verglichen bei der Untersuchung die Erdgas-Ausgaben von drei Musterhaushalten mit einem Verbrauch von jeweils 7500, 11.000 und 20.000 Kilowattstunden. Berücksichtigt wurden in der Untersuchung demnach nur verbraucherfreundliche Tarife ohne Fallstricke und Bonusklauseln, die an undurchsichtige Bedingungen geknüpft sind.

Das zeichnet einen fairen Tarif aus

Einen fairen Tarif zeichnet laut Stiftung Warentest auch aus, dass der Verbraucher monatliche Abschläge zahlt, dass es eine Preisgarantie, kurze Kündigungsfristen und eine kurze Anschlusslaufzeit gibt. So bleibt der Kunde im Fall einer Preiserhöhung flexibel, weil er nicht auf ein kurzes Sonderkündigungsrecht angewiesen ist. Auf diese Kriterien sollten Kunden achten, die mit Vergleichsportalen im Internet einen neuen Tarif suchen.

70 Prozent der Gaskunden hätten mittlerweile schon einmal ihren Gastarif gewechselt, sie befänden sich also nicht mehr in den vergleichsweise teuren Tarifen der sogenannten Grundversorgung, berichtet "Finanztest". Allerdings seien die meisten Verbraucher noch immer bei den Stadtwerken in ihrer Region.

Nur 8,5 Prozent der Verbraucher hätten bislang den Schritt zu einem anderen als dem regionalen Anbieter gewagt, berichtete "Finanztest". Möglicher Hintergrund hierfür könnten die Insolvenzen sein, die es in der Branche in den vergangenen Jahren gab, wie Energieexperte Holger Krawinkel vom Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) der Zeitschrift sagte. Betroffen von Pleitefällen waren unter anderem Kunden bei den Anbietern Teldafax und Flexgas.

AFP

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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