Waigel: Griechen hätten nicht in Euro-Zone gedurft

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Ex-Bundesfinanzminister Theo Waigel (CSU)

Bonn - Aus Sicht des ehemaligen deutschen Finanzministers Theo Waigel hätte Griechenland "klipp und klar nicht in die Euro-Zone gehört".

Dies sagte er in der Phoenix-Sendung "Im Dialog" (Ausstrahlung am Freitag, 1. Juli, 24.00 Uhr und Sonntag, 11.15 Uhr). "Die Zahlen haben nicht gestimmt, die Griechen haben getrickst und betrogen." Zudem habe es keine ausreichenden Kontrollen gegeben.

In der aktuellen Krise hätte aus seiner Sicht schneller reagiert werden müssen. "Wir hätten die Dinge schneller und billiger entscheiden können, wenn man vor einem Jahr klar und entschieden gesagt hätte 'Jawohl, wir gehen diesen Weg.' Denn darauf reagieren auch die Märkte." Ohne Zweifel habe es hier Abstimmungsprobleme gegeben, so Waigel. Es sei zwar nicht einfach, eine gemeinsame europäische Entscheidung mit vielen Ländern zu fällen, jedoch sei "zuviel geredet worden."

Bilder aus Griechenland: Die Gewalt eskaliert

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Waigel geht nicht davon aus, dass Deutschland am Ende für die griechischen Schulden aufkommen muss. "Wir haften nicht für die griechischen Schulden. Wir geben Garantien und die Kredite werden von Griechenland zurückgezahlt. Auch im letzten Jahr sind die Kredite, die Deutschland bilateral gewährt hat zurückgezahlt worden. Deutschland hat bisher nicht einen Cent dafür aufwenden müssen", so Waigel bei PHOENIX.

Die Angst der Menschen vor einer sich ausbreitenden Krise verstehe er gut, sie sei jedoch "systematisch geschürt worden". Durch das Aufaddieren verschiedener Risikofaktoren sei ein falsches Bild entstanden. Schuld hieran seien die nationalen und europäischen Institutionen. "Die Politik, die Bundesregierung, die Bundesbank und die Europäische Zentralbank und die anderen Institutionen die Menschen aufklären, sie mitnehmen und ihnen auch einmal die Vorteile herausarbeiten."

mm/tz

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