Europa

Verbraucherschützer: Lücke bei Handy-Kosten schließen

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Ein Mann telefoniert in einer Stadtbahn mit seinem Smartphone. Foto: Hauke-Christian Dittrich/Illustration

Berlin (dpa) - Die Verbraucherzentralen verlangen ein Ende höherer Kosten für Handy-Verbindungen aus dem Inland in andere EU-Staaten.

Dies sei "eine erhebliche Lücke" in den europäischen Regelungen, sagte der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), Klaus Müller, der Deutschen Presse-Agentur. Gebraucht würden Vorschriften, um diese "Geldschneiderei der Telekommunikationsunternehmen" zu beenden.

Nach dem Wegfall der Roaming-Zuschläge im EU-Ausland im Juni 2017 sei "eine merkwürdige Situation" bestehen geblieben, erläuterte Müller. So koste es nun nicht mehr als zu Hause, etwa von Spanien nach Deutschland oder auch nach Frankreich zu telefonieren. Umgekehrt - bei Verbindungen mit deutscher Handykarte aus Deutschland ins EU-Ausland - liege der durchschnittliche Preis aber weiterhin teils "um ein Vielfaches" darüber. Dies sei "eine Gelddruckmaschine" für die Anbieter, kritisierte der vzbv-Chef.

Die Verbraucherzentralen warnen zudem vor möglichen Rückschritten bei EU-Regeln zum Anbieterwechsel. Im Gespräch sei, dass Wechsel nicht mehr von einem Kalendertag auf den anderen, sondern nur noch von einem Werktag zum anderen ermöglicht werden müssten. "Wir werden dann sehen, dass plötzlich ganz häufig von Freitag bis Montag Dinge länger dauern, als das wirklich nötig ist", sagte Müller. Zu befürchten wäre auch, dass Gebühren in einen weiteren Monat gezogen werden könnten.

Bundesnetzagentur zu Roaming-Neuregelung Juni 2017

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