Nach Eigentümerwechsel

Große Damen-Modekette macht alle Geschäfte dicht - auch München trifft es heftig

Lockdown: Kaum eine Branche leidet so sehr unter der Corona-Pandemie wie der stationäre Handel.
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Lockdown: Kaum eine Branche leidet so sehr unter der Corona-Pandemie wie der stationäre Handel.

Die Corona-Pandemie setzt vielen Unternehmen schwer zu. Vor allem im stationären Einzelhandel spitzt sich die Lage zu. Jetzt hat es die nächste Modekette erwischt.

London - Der britische Mode-Onlinehändler Asos hat sich Topshop sowie weitere Marken vom insolventen Einzelhandelsriesen Arcadia geschnappt. Insgesamt blättern die Briten dafür 265 Millionen Pfund hin, umgerechnet rund 300 Millionen Euro.

 „Wir sind sehr stolz, die neuen Besitzer der Marken Topshop, Topman, Miss Selfridge und HIIT zu sein“, sagte Asos-Chef Nick Beighton am Montag laut einer Mitteilung. Asos habe beim Wachstum der Onlineverkäufe dieser Marken bereits eine wichtige Rolle gespielt. Nun wolle man diese weiterentwickeln und dabei mit Verkaufspartnern in Großbritannien und aller Welt zusammenarbeiten.

Topshop: In Deutschland stehen mehrere Filialen vor dem Aus

Rund 300 Mitarbeiter der Unternehmen sollen übernommen werden. Asos plant hingegen nicht, die Ladenlokale der Marken zu übernehmen. In Deutschland wären von dem Aus unter anderem die beiden Standorte in Berlin, sowie die Topshop-Läden in Köln, Düsseldorf, Oberhausen* oder München betroffen. Der Deal soll im Laufe der Woche abgeschlossen werden.

Topshop hat sich auf Young Fashion für Frauen spezialisiert. In der Öffentlichkeit ist Topshop vor allem mit seiner Markenbotschafterin Kate Moss bekannt geworden. Das Top-Model hatte die Kollektion des 1964 gegründeten Unternehmens zwischenzeitlich auch mitgestaltet.

Topshop: Corona-Pandemie setzt Modekette schwer zu

Doch die Corona*-Pandemie hatte Topshop-Eigentümer Arcadia mit voller Wucht getroffen. Erst Ende November hatte das britische Kaufhausimperium Insolvenz anmelden müssen. Der Online-Händler Asos hatte hingegen dank des Lockdowns weiterhin gute Geschäfte gemacht.

Auch andere Modeketten waren wegen der Pandemie zuletzt wirtschaftlich schwer unter Druck geraten. Vor gut zwei Wochen hatte Adler Modemärkte Insolvenz anmelden müssen. Der Geschäftsbetrieb soll jedoch weiterlaufen. Die insolvente Modekette Pimkie plant tiefe Einschnitte in ihr Ladennetz. Der schwedische Modehändler H&M will angesichts sinkender Erlöse in Deutschland rund 800 Stellen abbauen. (dpa/utz) *Merkur.de und 24Rhein.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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