Übler Scherz oder Kursmanipulation?

Makabre Falschmeldung: Elon Musk angeblich tot - Tesla-Aktie schmiert ab

Elon Musk, Tesla-Chef, kommt auf die Baustelle der Tesla Gigafactory.
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Die Falschmeldung über den Tod von Elon Musk Tod den Kurs von Tesla kurzzeitig abstürzen.

Falschmeldungen über den angeblichen Tod von Tesla-Chef Elon Musk haben zu schweren Kurskapriolen bei der Aktie des E-Autopioniers geführt.

Palo Alto - Normalerweise sorgt Elon Musk* mit seinen Aussagen schon mal selbst dafür, dass der Aktienkurs von Tesla abstürzt. Doch in den vergangenen Tagen brach der Kurs der Aktie aufgrund einer Falschmeldung über den Tod von Elon Musk ein. Unter dem Hashtag „#RIPELON“ kursierte das Gerücht auf Twitter, dass Tesla- und SpaceX*-Chef Elon Musk durch eine explodierte Autobatterie verunglückt sei.

Elon Musk: Tesla-Aktie stürzt nach Falschmeldung ab

Zu dem Hashtag kursierten Screenshots von gefälschten Nachrichtenmeldungen, wie zum Beispiel von Fox News, die über den vermeintlichen Tod des Tech-Milliardärs berichteten. Außerdem gab es eine vermeintliche Pressemitteilung von Tesla, in der das Unternehmen auf das angebliche Ableben ihres CEOs reagierte. Doch zu den wilden Spekulationen rund um den angeblichen Tod von Elon Musk gibt es weder von SpaceX noch von Tesla ein offizielles Statement. Musk selbst reagierte wohl etwas genervt auf die jüngsten Gerüchte über seine Person und kommentierte die geschmacklosen Twitter-Auswüchse nicht und reagierte in einem Tweet mit einem augerollendem Emoji auf das Twitter-Geschehen.

Viele Beobachter fragen sich jetzt, ob es sich um einen geschmacklosen Scherz oder um bewusste Manipulation des Aktienkurses handelt. Der Kurs der Tesla-Aktie* ging zumindest kurzfristig um vier Prozent auf zwischenzeitlich 540 Dollar zurück. Doch die Talfahrt war nur von kurzer Dauer und die Aktie konnte sich schnell wieder erholen.

Elon Musk ließ den Kurs von Tesla in der Vergangenheit durch seine Aussagen fallen

Auf Social Media werden jetzt Forderungen laut, dass der Fall von der US-Börsenaufsicht SEC untersucht werden sollte. Es wäre nicht das erste Mal, dass die Börsenaufsicht sich mit Tesla und Musk beschäftigt. Elon Musk hat in der Vergangenheit mit teilweise irritierenden Aussagen über den Börsenrückzug von Tesla oder die Angabe von falschen Produktionszahlen den Kurs zum Einstürzen gebracht. Die Börsenaufsicht verklagte Musk deswegen bereits wegen Marktmanipulation. Damals einigten sich die US-Börsenaufsicht und Musk auf einen Kompromiss. Seitdem darf der Tesla-Chef keine Informationen mehr eigenmächtig in schriftlicher Form - also auf Twitter - verbreiten, die Teslas Aktienkurs beeinflussen könnten. In den vergangenen Tag gab es immer wieder Gerüchte, dass die Börsenaufsicht und Musk wieder aneinandergeraten könnten. Dabei ging es zuletzt aber nicht um Tesla, sondern um Musks Werbung auf Twitter für den Dogecoin. (phf) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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