Jobgarantien bis 2026

Tata-Fusion: Einigung zwischen Thyssenkrupp und Betriebsrat

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Demonstration gegen die geplante Fusion von Thyssenkrupp und Tata: Jetzt gibt es eine Einigung zwischen der Konzernspitze und dem Betriebsrat. Foto: Thomas Frey

Essen (dpa) - Im Streit um die Fusion der Stahlsparte von Thyssenkrupp mit Tata haben sich die Konzernspitze und der Betriebsrat geeinigt. Den Arbeitnehmern in der Stahlsparte wurden Beschäftigungsgarantien bis zum 30. September 2026 zugesagt.

Das sagte ein Sprecher der IG Metall NRW am Donnerstagabend. Zuvor hatten die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" und der WDR darüber berichtet.

Die Garantie gelte auch für den Erhalt sämtlicher Standorte in der Stahlsparte und alle wichtigen Anlagen sowie für jeden, der in das geplante Gemeinschaftsunternehmen mit dem indischen Konkurrenten Tata gehe. Darüber hinaus habe der Konzern zugesagt, jedes Jahr Zukunftsinvestitionen in Höhe von 400 Millionen Euro zu tätigen, so der Gewerkschaftssprecher.

"Mit dem heute erzielten Ergebnis haben wir eine wesentliche Voraussetzung dafür geschaffen, unsere strategische Zielsetzung zu erreichen und gleichzeitig den Interessen unserer Beschäftigten gerecht zu werden", sagte Vorstandschef Heinrich Hiesinger einer Mitteilung zufolge.

Die IG Metall will die Beschäftigten nun im Januar an sämtlichen Stahlstandorten über das Verhandlungsergebnis abstimmen lassen. "Wir haben ein Jahrzehnt Sicherheit gefordert und neun Jahre rausgeholt", sagte der frühere IG-Metall-Chef sowie stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzenden bei Thyssenkrupp, Detlef Wetzel, der "WAZ".

Personalvorstand Oliver Burkhard betonte: "Wir haben diese Lösung gemeinsam mit der Arbeitnehmerseite erarbeitet." Das Ergebnis werde sowohl dem Interesse des Konzerns als auch der Mitarbeiter gerecht.

Die Einigung kam vor einer von Arbeitnehmerseite gesetzten Frist an diesem Freitag zustande. Hintergrund waren die sei Wochen bislang ergebnislos verlaufenden Verhandlungen über die umstrittene Fusion. Die befürchten bei einer Fusion der bisherigen Konkurrenten den Abbau von deutlich mehr als den vom Unternehmen angekündigten 2000 Jobs und kritisieren die von Thyssenkrupp anvisierte Verlegung des Sitzes der Stahlsparte in die Niederlande.

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