Standort Leipzig wird geschlossen

Stellenabbau bei Heidelberger Druck - 650 gefährdet

Heidelberg - An mehreren Standorten will das Maschinenbauunternehmen Heidelberger Druck weiter Personal abbauen. Der Standort in Leipzig soll komplett geschlossen werden.

Der Maschinenbauer Heidelberger Druck setzt seinen Personalabbau fort und plant, weltweit 650 Stellen zu streichen. Das Unternehmen stelle sich in der Weiterverarbeitung neu auf, teilte Heideldruck am Mittwoch in Heidelberg mit. Dabei geht es unter anderem um Maschinen zum Stanzen und Kleben. „Die Eigenfertigung an den Heidelberg-Standorten in Deutschland ist unter den neuen Marktbedingungen nicht mehr wettbewerbsfähig“, hieß es. Der Standort in Leipzig mit rund 220 Mitarbeitern werde geschlossen.

In Ludwigsburg würden 100 Stellen abgebaut, in Wiesloch bei Heidelberg 130. Die restlichen Streichungen verteilten sich weltweit, zum Teil im Vertrieb, sagte ein Unternehmenssprecher. „Wir sprechen jetzt mit dem Betriebsrat. Die Beschäftigungslage an anderen Standorten ist allerdings nicht so, dass wir da groß verlagern können.“ Durch die Maßnahmen will das Unternehmen sein Ergebnis pro Jahr um rund 30 Millionen Euro verbessern. Für die Weiterverarbeitung im Verpackungsdruck sei ein neuer chinesischer Partner gefunden.

Vorstandschef Gerold Linzbach hatte bereits vor einigen Wochen einen weiteren deutlichen Stellenabbau angekündigt. Die Mitarbeiterzahl ging in den vergangenen Jahren von 20 000 auf rund 12 500 zurück. Heideldruck hatte jüngst nach fünf Jahren wieder schwarze Zahlen vorgelegt.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare