Börse in Frankfurt

Dax stabil - Monatsplus von 2 Prozent gerettet

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Die Anzeigetafel mit dem Kursverlauf spiegelt sich im Handelssaal der Frankfurter Börse im Schriftzug "DAX". Foto: Christoph Schmidt

Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax hat sich am Mittwoch stabil gehalten. Er schloss nur mit minimalen Verlusten, allerdings erneut unter der wichtigen Marke von 13 200 Punkten. Mit einem Abschlag von 0,06 Prozent auf 13 189,48 Punkte ging der Leitindex aus dem Handel.

"Momentan hat die Unsicherheit unter den Investoren wieder die Oberhand gewonnen, und die Unternehmenszahlen von Infineon oder Siemens können dem Dax derzeit auch nicht wirklich helfen", sagte Marktexperte Andreas Lipkow von der Comdirect Bank. Steigende Renditen am Anleihemarkt und der wieder anziehende Euro hätten für Zurückhaltung gesorgt. Zudem ließen die Anleger auch vor der an diesem Abend anstehenden Zinsentscheidung der US-Notenbank (Fed) Vorsicht walten.

Seit der Dax vor gut einer Woche bei 13 596 Punkten ein Rekordhoch erreicht hatte, ging es fast nur noch bergab. Für den abgelaufenen Monat Januar bedeutet dies aber immer noch ein Plus von 2,1 Prozent. Im Gesamtjahr 2017 hatte der Dax mit einem Anstieg von mehr als 12 Prozent die beste Bilanz seit vier Jahren hingelegt.

Besser schlugen sich zur Wochenmitte die kleineren deutschen Indizes: Der MDax der mittelgroßen Unternehmen gewann 0,44 Prozent auf 26 824,67 Punkte. Der Technologiewerte-Index TecDax rückte um 0,39 Prozent auf 2649,08 Punkte vor. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,07 Prozent auf 3609,29 Zähler hoch und auch in Paris wurden moderate Gewinne verzeichnet.

In London ging es dagegen für den FTSE 100 um 0,72 Prozent abwärts. In den USA legte das Wall-Street-Börsenbarometer Dow Jones Industrial zum europäischen Handelsschluss um 0,5 Prozent zu und auch die technologielastigen Nasdaq-Börsen legten zu.

Der Münchener Chiphersteller Infineon konnte die Anleger trotz operativ guter Zahlen für das erste Geschäftsquartal 2017/18 nicht begeistern. Vielmehr belastete der wegen der Euro-Stärke gesenkte Umsatzausblick. Die Aktien waren mit minus 1,01 Prozent einer der größten Verlierer im Dax.

Dagegen stiegen die Siemens-Papiere nach den veröffentlichten Zahlen zum Geschäftsjahresauftakt 2017/18 um 0,81 Prozent. Lob bekam der Technologiekonzern vor allem für seine gute Auftragslage. Dass die Ergebnisse unter einem schwachen Geschäft mit Gasturbinen und negativen Wechselkurseffekten bei der kurz vor dem Börsengang stehenden Medizintechnik-Sparte Healthineers gelitten hatten, blendeten die Investoren eher aus.

Spitzenwert im Dax waren allerdings die Aktien von ProSiebenSat.1 mit plus 4,23 Prozent. Sie profitierten von einer frisch ausgesprochenen Kaufempfehlung der Deutschen Bank, die sich von der neuerlichen Entwicklung der Werbeumsätze beim TV-Konzern beeindruckt zeigte.

Mit Sartorius legte zudem ein TecDax-Unternehmen vorläufige Jahreszahlen vor. Der Pharma- und Laborausrüster erreichte demnach seine im Herbst gesenkten Ziele. Zudem setzen die Göttinger darauf, dass es in der wichtigen Sparte Bioprocess Solutions (BPS) 2018 wieder besser läuft. Dieser Bereich bietet Produkte, Technologien und Dienstleistungen zur Herstellung von Biopharmazeutika an. Die Aktien markierten bei 97,60 Euro ein Rekordhoch und gingen dann an der Indexspitze mit plus 7,00 Prozent auf 96,25 Euro aus dem Handel.

Im Nebenwerte-Index SDax stürzten die Anteile des Waschanlagen-Herstellers Washtec nach enttäuschenden Zahlen um 15,00 Prozent ab.

Der Eurokurs stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,2457 (Dienstag: 1,2421) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8028 (0,8051) Euro. Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von 0,47 Prozent am Vortag auf 0,46 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,02 Prozent auf 139,19 Punkte. Der Bund-Future sank um 0,03 Prozent auf 158,79 Punkte.

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