Siemens streicht 1600 Jobs

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Siemens brechen die Aufträge weg.

München - Der Technologiekonzern Siemens streicht wegen der Wirtschaftskrise in seinem Industriesektor rund 1600 Arbeitsplätze.

Betroffen seien vorwiegend Standorte im Ausland, erklärte das Unternehmen am Donnerstag in München. In Österreich streicht das Unternehmen rund 650 Stellen beim Software-Entwickler Siemens PSE sowie weitere 250 Jobs bei VAI Metal Technologies. Beim IT-Dienstleister SIS in Großbritannien fallen rund 300 Stellen weg und in der Gebäudetechnologie weltweit rund 300 Arbeitsplätze, davon rund 120 in Deutschland.

Weitere 100 Jobs werden bei Osram in Frankreich gestrichen. Für den Stellenabbau fallen im vierten Quartal 2008/09 (30. September) rund 100 Millionen Euro an Restrukturierungskosten an.

Die Wirtschaftskrise in 17 Bildern

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Gleichzeitig gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt, dass der Auftragseingang im dritten Quartal um 28 Prozent eingebrochen ist. Der operative Gewinn der fortgeführten Aktivitäten brach um 21 Prozent ein auf 1,667 Millionen Euro. Dank Sondereffekten sank der Gewinn unterm Strich aber nur um sieben Prozent auf 1,317 Milliarden Euro.

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Wenig Aufträge für Siemens

Vorstandschef Peter Löscher sagte: “Unsere Ergebnisse im dritten Quartal zeigen, dass wir voll auf Kurs sind, unsere Ziele für das Geschäftsjahr 2009 zu erreichen.“ Siemens hat für das laufende Jahr angekündigt, den operativen Gewinn des Vorjahres in Höhe von 6,6 Milliarden Euro zu übertreffen. Das weltwirtschaftliche Marktumfeld bleibe aber anhaltend schwierig, sagte Löscher. “Erwartungsgemäß hat das wirtschaftliche Umfeld deutliche Spuren im Neugeschäft hinterlassen“, sagte Löscher.

Das noch hohe Auftragspolster habe die Auswirkung der Rezession auf Umsatz und Ergebnis bislang abgefedert. “Im Vergleich zu unseren wichtigsten Wettbewerbern haben wir uns erneut gut geschlagen“, sagte der Siemens-Chef. Der Konzernumsatz sank um vier Prozent auf 18,348 Milliarden Euro. Am stärksten war das Industriegeschäft von der Rezession betroffen. Der Energiesektor konnte dagegen bei Umsatz und Ergebnis zulegen. Die kleinste Sparte, der Medizinsektor, behauptete sich halbwegs gut.

Das Ergebnis der drei Sektoren, das die Entwicklung im Kerngeschäft spiegelt, brach auf 1,667 Milliarden Euro ein. Gestützt wurde das Konzernergebnis vom Verkauf der Fujitsu-Siemens-Computersparte und von 4.000 Wohnungen, die eine halbe Milliarde Euro in die Kasse spülten.

Dennoch: Löscher vermeldet zwei Aufträge

Dennoch konnte Löscher zwei Aufträge von der russischen Eisenbahn im Gesamtvolumen von fast 900 Millionen Euro bekanntgeben. Der Kaufvertrag für 200 Schlafwagenzüge über 320 Millionen Euro sei am Donnerstag unterschrieben worden. Außerdem sei eine Absichtserklärung zur Lieferung von 54 Nahverkehrszügen für die Olympischen Spiele in Sotschi 2014 unterzeichnet worden, sagte Löscher bei einer Pressekonferenz am Donnerstag in München.

AP

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