Neuaufstellung geplant

Schwacher Wind bremst RWE-Tochter Innogy

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Innogy, die vor der Übernahme durch den Konkurrenten Eon steht, hat bei der Ökostromerzeugung bisher fast ausschließlich auf Wind- und Wasserkraft gesetzt. Foto: Rolf Vennenbernd

Essen (dpa) - Die RWE-Ökostromtochter Innogy hat unter dem windarmen Sommer 2018 gelitten. Von Mai bis August habe das Windaufkommen in beinahe ganz Europa deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt gelegen, sagte Hans Bünting, Chef der Sparte für erneuerbare Energien, am Dienstag in Essen.

Auch im Herbst sei es nicht viel besser geworden. Innogy hatte in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres wegen der anhaltenden Flaute in Europa in der Sparte einen geringeren Gewinn erzielt und die Aussichten für den Bereich für das Gesamtjahr 2018 gesenkt.

Die RWE-Tochter, die vor der Übernahme durch den Konkurrenten Eon steht, hat bei der Ökostromerzeugung bisher fast ausschließlich auf Wind- und Wasserkraft gesetzt. Von den Rekordwerten bei der Solarstromproduktion im vergangenen Sommer konnten die Essener deshalb nicht profitieren.

Innogy will daher sein Geschäft breiter aufstellen und investiert mehr in Solaranlagen. Im vergangenen Jahr etwa begann der Bau eines 349 Megawatt leistungsstarken Solarkraftwerks in Australien. In Spanien will das Unternehmen ein Solarprojekt mit 50 Megawatt ohne staatliche Förderung bauen. In den USA hat Innogy das erste Windkraft-Projekt auf den Weg gebracht.

Für den Bau größerer Solarparks in Deutschland sieht Bünting aber nur begrenzte Möglichkeiten. Es gebe nur wenige Flächen, die für solche Projekte groß genug seien. Auch bei Ausbau der Windenergie in Deutschland sieht Bünting Probleme. Er habe die Sorge, dass es für die geplanten Sonderausschreibungen gar nicht genügend Projekte gebe. In Deutschland soll der Ökostrom-Anteil an der Stromerzeugung bis 2030 auf 65 Prozent steigen.

Die Ökostromsparte von Innogy soll nach der Übernahme des Unternehmens durch Eon zurück zur Mutter RWE kommen. RWE soll auch die Ökosparte von Eon erhalten und will dadurch zur Nummer drei bei den erneuerbaren Energien in Europa aufsteigen.

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