Ryanair-Chef O‘Leary

„Was wäre, wenn ich tragisch sterbe?“

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Ryanair-Chef O'Leary

Paukenschlag bei Ryanair: Chef Michael O‘Leary spekuliert öffentlich über ein Ende seiner Amtszeit. In einem Interview stichelt er außerdem gegen die Gewerkschaften. 

München - Der wegen seiner Provokationen bekannte Chef der irischen Billigfluglinie Ryanair, Michael O'Leary, hat nicht ausgeschlossen, im kommenden Jahr seinen Hut zu nehmen. "Ich bin nicht sicher, ob ich für weitere fünf Jahre unterschreiben möchte", sagte der 57-Jährige der belgischen Zeitung "La Libre Belgique" vom Freitag. "Ich glaube nicht, dass Frau O'Leary damit einverstanden wäre", wenn er weiterarbeite. "Man müsste sie fragen."

O'Leary betonte, dass niemand unersetzbar ist. "Was würde passieren, wenn ich tragisch sterbe, zerquetscht von einem Gewerkschaftsanhänger beim Verlassen des Hotels?" Ryanair, Europas größte Airline, sieht sich seit rund einem Jahr mit wachsenden Protesten seiner Belegschaft konfrontiert. 

Erstmals Streiks bei Rynair

Piloten und Flugbegleiter fordern mehr Lohn und bessere Arbeitsbedingungen. Erstmals in der Geschichte der Airline gab es Streiks, erstmals erkannte das Unternehmen Gewerkschaften an.

O'Leary betonte, an den Streiks in mehreren europäischen Ländern beteiligten sich nur wenige Mitarbeiter. "Die Auswirkungen sind sehr begrenzt."

O‘Leary: Ryanair denkt über Nachfolger nach

Der Unternehmenschef, seit 1993 im Amt, war am Donnerstag bei der Hauptversammlung von Ryanair in Irland mit 98,5 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt worden. Trotzdem sagte O'Leary der Zeitung: "Offenbar denkt man schon über meine Nachfolge nach."

afp

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