Zivilprozess in Linz

Österreicher will 20 Millionen Euro von Schlecker-Familie

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Der ehemalige Drogeriekettenbesitzer Anton Schlecker (M) und Tochter Meike Schlecker (l) verlassen das Landgericht in Stuttgart. Foto: Sina Schuldt

Die Pleite der Drogeriemarktkette Schlecker zieht immer noch Kreise. In Österreich stehen die Kinder und die Ehefrau von Anton Schlecker in einem Zivilprozess vor Gericht. Es geht um 20 Millionen Euro. Doch kurz nach Prozessbeginn vertagte sich das Gericht - es fehlen noch Dokumente.

Linz (dpa) - In Österreich ist ein Zivilprozess gegen die Familie des früheren Drogeriemarktunternehmers Anton Schlecker bis zur Vorlage weiterer Dokumente vertagt worden.

Das Landgericht Linz habe beide Parteien zum Auftakt aufgefordert, ihre Argumente noch einmal schriftlich zu präzisieren, sagte eine Gerichtssprecherin am Dienstag. Dazu hätten sie bis Ende Januar 2018 Zeit.

Damit werde es wohl erst im Frühjahr 2018 zu einer Fortsetzung des Prozesses mit dem Auftritt erster Zeugen kommen, meinte der Insolvenzverwalter der Schlecker-Nachfolgefirma Dayli, Rudolf Mitterlehner. Er will 20 Millionen Euro Schadenersatz von der Ehefrau von Anton Schlecker sowie von dessen beiden Kindern erstreiten.

Als Mitglieder im Aufsichtsrat von Schlecker haben sie nach Auffassung des Klägers zugelassen, dass zwischen 2008 und 2011 insgesamt 174 Millionen Euro von der österreichischen Tochterfirma an das deutsche Mutterunternehmen abgeflossen sind. Dabei habe es sich um unzulässige Kredite gehandelt.

Dayli hatte im August 2012 rund 1000 Schlecker-Filialen in Österreich übernommen. Ein knappes Jahr später musste auch Dayli Insolvenz anmelden.

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