Lebenshaltungskosten steigen wieder

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Die gesunkenen Energiepreise wirkten sich dämpfend aus - dennoch sidn die Lebebshaltungskosten im November spürbar gestiegen.

Wiesbaden - Die Zeit stagnierender Lebenshaltungskosten ist vorbei. Im November legten die Verbraucherpreise im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte.

Binnen eines Jahres verteuerte sich das Leben in Deutschland damit erstmals seit Juni wieder. In den Monaten Juli bis Oktober waren die Verbraucherpreise gesunken oder gleichgeblieben. Im Vergleich zum Vormonat sanken die Preise im November um 0,1 Prozent. Beide Werte lagen um 0,1 Prozentpunkte über der vorläufigen Schätzung von Ende November.

Die wegen der Wirtschaftskrise gesunkenen Energiepreise wirkten sich nach Angaben der Statistiker erneut dämpfend auf die Preisentwicklung aus. Ohne sie hätte die Teuerungsrate bei 0,7 Prozent gelegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sanken die Preise für Gas um 18,7 und für Heizöl um 14,9 Prozent. Auch die Umlagen für Zentralheizung und Fernwärme gingen um 8,6 Prozent zurück.

Preise für Diesel und Super entwickeln sich uneinheitlich

Eine Ausnahme ist demnach Strom, der 5,8 Prozent teurer wurde. Die Kraftstoffpreise legten erstmals seit einem Jahr wieder zu: Sie stiegen im Schnitt um 5,6 Prozent, wobei Superbenzin 9,6 Prozent teurer war, Diesel aber immer noch 6,5 Prozent billiger.

Nahrungsmittel waren nach Angaben der Statistiker um 2,2 Prozent günstiger als vor einem Jahr. Die größten Rückgänge gab es bei Gemüse und Molkereiprodukten. Allerdings stiegen die Preise für Quark, Sahne, Milch oder Butter im Vergleich zu November 2008 deutlich.

Fernseher und Computer deutlich billiger

Langlebige Gebrauchsgüter kosteten laut der Behörde durchschnittlich 0,3 Prozent weniger als vor einem Jahr. Besonders verbraucherfreundlich entwickelten sich die Kosten für Fernseher (minus 23,1 Prozent), Personalcomputer (minus 17,8 Prozent) und Notebooks (minus 11,7 Prozent).

Einen nennenswerten Anstieg gab es bei Tabakwaren, die 5,5 Prozent teurer waren als im November 2009. Auffällig war im November 2009 der Preisanstieg bei Energie um 0,6 und bei Nahrungsmitteln um 0,5 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Mineralölprodukte legten um 1,9 Prozent zu: Heizöl um 0,5, Kraftstoffe um 2,3 Prozent.

AP

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