Wieder ein Urlaubs-Chaos?

Neuer Lufthansa-Streik ab Juli: Es drohen Flugausfälle im Sommer

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Der Lufthansa stehen erneut Flugausfälle ins Haus: Die Flugbegleiter-Gewerkschaft will streiken.

Genau zur Urlaubszeit im Sommer könnte bei der Lufthansa ein neuer Streik für Ärger sorgen. Die Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo kündigte Arbeitsniederlegungen an.

Update 19. Oktober: Und wieder drohenStreiks bei der Lufthansa und ihren Töchter-Fluggesellschaften

Update 11.41 Uhr: Die Lufthansa hat mit Unverständnis auf die Ankündigung von Streiks der Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo reagiert. „Einen Streik kann es nicht geben, da es derzeit weder offene Tarifverträge noch konkrete Forderungen gibt“, teilte die Airline am Donnerstag mit. „Wir können nicht die Arbeitsbedingungen von über 20 000 Flugbegleitern ausgestalten, wenn nicht einmal die Wirksamkeit geschlossener Verträge sichergestellt ist.“

Ufo hatte Tarifverträge mit Lufthansa im März gekündigt. Lufthansa hatte diese Kündigungen jedoch nicht anerkannt. „Wir stehen zur Tarifpartnerschaft“, hieß es nun von Lufthansa weiter. „Hierzu brauchen wir einen zuverlässigen Tarifpartner, um gemeinsam Lösungen im Sinne der Mitarbeiter und des Unternehmens zu erarbeiten. Derzeit ist für uns nicht erkennbar, wann und wie Ufo ihrer Rolle als berechenbarer, konstruktiver Tarifpartner wieder gerecht werden kann. Daher finden aktuell keine Gespräche statt.“

Ursprünglicher Text: Lufthansa stehen im Sommer neue Streiks ins Haus

Frankfurt/Main - Genau in der Feriensaison kommen auf die Lufthansa und ihre Kunden Streiks der Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo zu. Im Juli fänden Streiks durch die Kabinenmitarbeiter in Deutschland statt, sagte der stellvertretende Ufo-Vorsitzende Daniel Flohr am Donnerstag in Frankfurt. Bei den Töchtern Eurowings und Germanwings werde es so bald wie möglich eine Urabstimmung geben, bei der Lufthansa werde sich dies um ein paar Wochen verzögern. „Am Ende dieser Urabstimmungen werden wir konkret verkünden, wann, wo und wie lange Arbeitskämpfe stattfinden werden.“

Der neue Konflikt zwischen Ufo und der Lufthansa hatte sich bereits angedeutet. Die Gewerkschaft hatte der der Fluggesellschaft erst zu Wochenbeginn vorgeworfen, „jedes Gespräch mit der Kabinengewerkschaft konzernweit“ abzulehnen. Insbesondere bei der Lufthansa-Tochter Eurowings spitze sich der Konflikt nun zu.

Besonders große Verzögerungen könnten nun bald auf die Passagiere der Lufthansa zukommen. Den Reisenden droht am kommenden Wochenende ein neues Flug-Chaos: Bei der Lufthansa soll am Sonntag an den Flughäfen in München und in Frankfurt am Main gestreikt werden.

Flugbegleiter stellen Lufthansa-Strategie in Frage

„Die Strategie des Konzerns steht in Frage“, sagte Flohr am Donnerstag. „Der Chaos-Sommer, der uns letztes Jahr beglückt hat, wird dieses Jahr wahrscheinlich nochmal größer.“ Er warf der Lufthansa vor, dennoch eine Eskalation zu suchen. „Das ist die Zuspitzung einer Strategie, die sagt, ich möchte mit diesen Gewerkschaften, mit der Mitbestimmung im Konzern generell nicht mehr arbeiten. Ich möchte die Tarifverträge, die mir nicht gefallen, loswerden.“

Ufo und Eurowings hatten 2017 den SPD-Mann Klaus Wowereit als Schlichter für ihren damaligen Tarifkonflikt eingeschaltet. In einem Schiedsverfahren hat man sich nach Ufo-Darstellung auf eine Reihe von Tarifverträgen geeinigt. Ufo wirft Lufthansa nun aber vor, Eurowings habe diese nicht anerkannt, womit das Verfahren am Wochenende ergebnislos geendet sei.

Im März hatte Ufo Tarifverträge mit Lufthansa gekündigt und drei Monate vor Ende der Friedenspflicht per 30. Juni mit einem Streik des Kabinenpersonals im Sommer gedroht. Lufthansa hatte die Kündigungen jedoch nicht anerkannt.

Ab dem 7. November werden die Flugbegleiter der Lufthansa von der Gewerkschaft UFO zum Streik aufgerufen. Welche Verbindungen in München betroffen sind und welche Auswirkungen das hat, erfahren Sie hier.

Erst im April hatte Lufthansa wegen eines Warnstreiks von Verdi 800 Flüge streichen müssen.

Die Gewerkschaft Ufo hat dazu aufgerufen die Lufthansa zu bestreiken. Am Wochenende droht ein Flug-Chaos.

dpa

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