Videodienst dank Serienerfolgen auf Überholspur

Netflix auf Erfolgskurs: Aktie schießt nach oben

Los Gatos - Der Nutzeransturm auf Netflix geht weiter: Mit Serienhits wie „House of Cards“ oder "Orange is the New Black" hat sich der Videodienst zu einer rasant wachsenden internationalen Marke entwickelt.

Der Online-Videodienst Netlix bleibt dank Serienerfolgen wie „Orange Is the New Black“ auf der Überholspur. Im zweiten Quartal verbuchte die Firma deutlich höheres Nutzerwachstum als erwartet, wie der am Mittwoch (Ortszeit) veröffentlichte Finanzbericht zeigt. Dass steigende Kosten und der starke Dollar am Gewinn zehren, machte Anlegern nichts aus - die Netflix-Aktie schoss nachbörslich zunächst um fast zehn Prozent in die Höhe.

Im zweiten Quartal steigerte das Unternehmen die Abonnentenzahl insgesamt um 3,3 Millionen und legte damit fast doppelt so stark zu wie im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Weltweit hat Netflix jetzt 65,6 Millionen Nutzer. Vor allem international expandiert die Firma aus dem kalifornischen Los Gatos, die bis Ende 2016 in 200 Ländern verfügbar sein will, in rasantem Tempo. 2,4 Millionen Mitglieder kamen zuletzt im Ausland dazu.

Netflix-Chef Reed Hastings nimmt bereits die nächsten Ziele ins Visier: „Im Herbst werden wir mit dem Start in Japan unseren ersten Streifzug nach Asien machen und die Weichen stellen, um unseren Service rund um den Globus anzubieten.“ Im Frühjahr hatte das seit September 2014 in Deutschland vertretene Unternehmen Premiere in Neuseeland und Australien gefeiert. Auch in China sondiert Netflix bereits seine Optionen.

Die Finanzergebnisse sind allerdings nicht ganz so beeindruckend wie das starke Nutzerwachstum. Der Umsatz kletterte zwar um 23 Prozent zum Vorjahr auf 1,64 Milliarden Dollar (1,50 Mrd Euro). Der Gewinn schrumpfte aber um 63 Prozent auf 26 Millionen Dollar zusammen. Der starke Dollar, der die Auslandseinnahmen bei Umrechnung in US-Währung drückt, belastete die Bilanz. Außerdem schlugen die hohen Expansionskosten negativ zu Buche.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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