Minus 7,3 Prozent

Miet-Wahnsinn in Deutschland - aber die Zahl der Baugenehmigungen sinkt

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Baustelle auf einer Neubausiedlung im bayerischen Parkstetten

Steigende Mieten sind eines der großen Probleme in Deutschland. Eine Lösung scheint nicht in Sicht: Zuletzt sank sogar die Zahl der Baugenehmigungen. Einen Lichtblick gab es aber auch.

Trotz Forderungen nach verstärktem Wohnungsbau in Deutschland ist die Zahl der Baugenehmigungen in den ersten zehn Monaten dieses Jahres zurückgegangen. Von Januar bis Oktober wurden 7,3 Prozent oder 22.400 weniger Genehmigungen erteilt als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Es wurde demnach der Bau von insgesamt 286.300 Wohnungen und Häusern genehmigt.

Allerdings entstehen etwas mehr Wohnungen in Mehrfamilienhäusern: In diesem Bereich stiegen die Genehmigungen um 1,1 Prozent auf rund 140.700 Wohnungen. Dies war der höchste Wert im Zeitraum von Januar bis Oktober seit 20 Jahren.

Flüchtlingsunterkünfte ausgeklammert ist der Rückgang zumindest weniger dramatisch

Bei Einfamilienhäusern registrierten die Statistiker einen Rückgang um 5,1 Prozent oder 4100 Häuser. Die Zahl der Genehmigungen für Wohnungen in Zweifamilienhäusern sank um 1,5 Prozent oder 300.

Deutlich zurück ging die Zahl der Genehmigungen von Wohnungen in Wohnheimen, nämlich um 43,6 Prozent oder 9100 Wohnungen. In diesen Bereich fallen auch Flüchtlingsunterkünfte. Diese Entwicklung trug auch stark zum Gesamtminus bei den Baugenehmigungen bei: Ohne Berücksichtigung der Genehmigungen von Wohnheimen lag der Rückgang der Baugenehmigungen von Neubauwohnungen nur bei 1,2 Prozent.

Die Zahl der Wohnungen, die durch genehmigte Um- und Ausbaumaßnahmen an bestehenden Gebäuden entstehen sollen, ging in den ersten zehn Monaten des Jahres deutlich um 21,2 Prozent oder 9300 Wohnungen zurück.

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AFP

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