Gespräche "kurz vor dem Abschluss"

Markt 2.0: Regierung prüft neues Börsensegment

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Börsenhändler verfolgen auf dem Parkett der Börse in Frankfurt am Main die Kursentwicklung.

Berlin - Die Bundesregierung erwägt, ein neues Börsensegment für junge und innovative Wachstumsfirmen einzuführen. Die Unternehmen sollen so Zugang zu zusätzlichem Kapital bekommen.

Mehr als zehn Jahre nach dem Ende des Neuen Markts erwägt die Bundesregierung, ein neues Börsensegment für junge Firmen einzuführen. Die Mittelstandsbeauftragte der Bundesregierung, Iris Gleicke (SPD), sagte der "Süddeutschen Zeitung" vom Wochenende, die Pläne seien Teil des Koalitionsvertrags. Gespräche der Deutschen Börse mit Start-ups und Investoren stünden "kurz vor dem Abschluss". Mit konkreten Ergebnissen sei aber frühestens im Spätherbst zu rechnen.

Gleicke sagte, ein neues attraktives Börsensegment für innovative Wachstumsfirmen würde die Rahmenbedingungen für Wagniskapital verbessern und somit Deutschland für Investoren attraktiver machen. Der Entry Standard der Deutschen Börse, der weniger stark reguliert ist und neben Aktien auch Unternehmensanleihen einschließt, sei in seiner heutigen Form offensichtlich nicht attraktiv genug für junge Wachstumsunternehmen, sagte die Staatssekretärin im Bundeswirtschaftsministerium. Stattdessen würden "erfolgreiche deutsche Unternehmen den Gang an die amerikanische Börse vorziehen".

Sollte es ein neues Börsensegment geben, gilt laut der Zeitung als sicher, dass der Begriff "Neuer Markt" nicht wiederverwendet wird. Private Anleger hatten am Neuen Markt, der von 1997 bis 2003 das Zentrum der New Economy bildete und an dem bis zu 300 Unternehmen notiert waren, viel Geld investiert und verloren. Schon der frühere Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) hatte versucht, ein neues Börsensegment für Start-up-Unternehmen zu schaffen.

AFP/dpa

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