Managergehälter: Merkel denkt über neue Grenzen nach

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Angela Merkel

Berlin - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will angesichts der teils nach wie vor exorbitanten Zahlungen an Manager über weitere Gehaltsgrenzen für die Wirtschaftseliten nachdenken.

Sie zeigte sich vor allem erstaunt über die hohe Abfindung für den Chef des insolventen Handels- und Tourismuskonzerns Arcandor, Karl-Gerhard Eick, bei seinem voraussichtlichen Abgang. Die Summe soll sich auf bis zu 15 Millionen Euro belaufen. “Dafür habe ich absolut kein Verständnis“, sagte Merkel am Dienstag bei der Aufzeichnung der “Münchner Runde“ des Bayerischen Rundfunks. “Man muss überlegen, ob man da was machen kann.“

Eick, der nur rund ein halbes Jahr Chef des Konzerns war, soll mit den Gesellschaftern der Privatbank Sal. Oppenheim ausgehandelt haben, dass er sein gesamtes Gehalt auch dann ausgezahlt bekommt, wenn sein Vertrag vorzeitig endet. Sal. Oppenheim ist neben Quelle-Erbin Madeleine Schickedanz Großaktionär von Arcandor. Merkel zeigte sich auch offen dafür, weitere Regelungen einzuführen, die zu Abzügen bei den Gehältern führen können, wenn Manager versagen (sogenannte Malus-Regelungen). Entsprechende Vorschläge hatte kürzlich die französische Regierung gemacht.

dpa

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