Magazin: Rodenstock vor weiterem Besitzerwechsel

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Eine Brille der Firma Rodenstock.

München - Deutschlands größter Brillenhersteller Rodenstock steht angeblich vor einem weiteren Besitzerwechsel.

Einem Bericht des “Manager Magazins“ (Erscheinungstermin 21. Mai) zufolge haben sich die Gläubigerbanken des hochverschuldeten Münchner Unternehmens und zwei Finanzinvestoren auf eine Umschuldung geeinigt. Im Zuge dieser Einigung soll laut Bericht die britische Beteiligungsgesellschaft Bridgepoint 53 Prozent der Anteile an Rodenstock an den Investor Trilantic abgeben. Weder Rodenstock noch Bridgepoint wollten den Bericht am Mittwoch kommentieren. An Trilantic ist der Chef des Schweizer Luxuswarenkonzern Richemont, Johann Rupert, beteiligt.

Nach früheren Zeitungsberichten hat Richemont seit längerem Interesse an einem Einstieg bei Rodenstock. Beide Unternehmen verbindet bereits eine strategische Partnerschaft. Unter anderem nutzt Rodenstock für Brillen die Marke Dunhill, die zu Richemont gehört.

Nach mehr als 100 Jahren im Familienbesitz war Rodenstock im Jahr 2003 an die Beteiligungsgesellschaft Permira verkauft worden, die die Firma wenige Jahre später an den Finanzinvestor Bridgepoint weitergab. Seither ächzt Rodenstock den Berichten zufolge unter einem hohen Schuldenberg. Nun hätten sich die Investoren mit den Banken auf einen Plan zur Refinanzierung des Traditionsunternehmens geeinigt. Laut “Manager Magazin“ könnte der Plan bereits im Juni unterzeichnet werden. Weltweit beschäftigt Rodenstock rund 4200 Menschen, davon rund 1500 in Deutschland.

lby

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