2010 wird teuer für Privatversicherte

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Für Privatversicherte werden im Jahr 2010 die Beiträge steigen.

Düsseldorf - Privat Krankenversicherte müssen in diesem Jahr deutlich tiefer für ihren Gesundheitsschutz in die Tasche greifen. Im Schnitt steigen die Prämien um mehr als sechs Prozent.

Das geht aus einer am Mittwoch vom “Handelsblatt“ veröffentlichten Marktuntersuchung des Analysehauses Morgan & Morgan (M&M) hervor. “Die mangelnde Stabilität der Beiträge ist aktuell das Hauptproblem der privat Versicherten“, sagte der M&M-Geschäftsführer Martin Zsohar der Zeitung. Ohnehin scheint es bei der Prämienentwicklung der privaten Krankenversicherungen nur noch eine Richtung zu geben: steil nach oben.

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Der Studie zufolge mussten Männer in den vergangenen zehn Jahren im Schnitt 5,6 Prozent jährlich mehr zahlen, Bei Frauen lag die durchschnittliche Steigerungsrate bei 4,2 Prozent. In harter Münze bedeutete dies, dass sich die Jahresbeiträge für Männer binnen zehn Jahren im Schnitt um insgesamt 1.985 Euro erhöhten, in der Spitze sogar um über 3.500 Euro. Die Werte für Frauen lagen nur geringfügig darunter.

Besonders ältere Menschen treffen die Erhöhungen hart

Für viele Versicherte seien die Beiträge kaum noch kalkulierbar, heißt es in dem Bericht. Besonders hart träfen die Prämienerhöhungen ältere Menschen. “Sie sind dem Versicherer ausgeliefert“, zitierte das Blatt den Präsidenten des Bundesverbandes der Versicherungsberater, Stefan Albers. Ihnen bleibe angesichts der Preissteigerungen häufig nichts anderes übrig als in leistungsschwächere Tarife zu wechseln. Hohe Kosten für Behandlungen und Medikamente seien ein Grund für die jährlich steigenden Beiträge.

Doch auch die gesetzlich vorgeschriebene Einführung von Basistarifen verstärke den Trend, meinte Zsohar. Allerdings sind die Unterschiede bei der langfristigen Prämienentwicklung je nach Tarif und Versicherer extrem groß. Der Experte empfiehlt deshalb den Verbrauchern, beim Abschluss einer privaten Krankenversicherung die Beitragsentwicklung der vergangenen Jahre zu berücksichtigen und Anbieter mit stabilen Tarifen auszuwählen.

dapd

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