Karstadt-Vermieter sperrt sich gegen Investor Berggruen

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Die Rettung von Karstadt gerät erneut ins Wanken.

Hamburg - Karstadt-Vermieter Highstreet sperrt sich gegen eine Übernahme der insolventen Warenhauskette durch den Investor Nicolas Berggruen.

Nach Informationen des Nachrichtenmagazins “Der Spiegel“ hat das Vermieterkonsortium nun in einem Brief an Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg “größere Bedenken hinsichtlich der Realisierbarkeit des Business-Plans“ geäußert. Der Immobilienfonds habe Zweifel an der Nachhaltigkeit des vorgelegten Konzepts.

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Highstreet hatte sich selbst um eine Übernahme beworben. Streitpunkt zwischen dem Hauptvermieter und Berggruen sind die Mietzahlungen der Warenhäuser an ihren wichtigsten Vermieter.Berggruen hatte im Bieterrennen um Karstadt vergangenen Montag den Zuschlag erhalten, hatte die Übernahme aber an die Bedingung geknüpft, dass die Mieten gesenkt werden. Beide Seiten wollen nach Angaben aus Branchenkreisen zu Wochenbeginn bei einem Treffen in London nach einer Lösung suchen. Bisher zeichnete sich keine Einigung ab. Im Hintergrund bereite sich Highstreet weiter auf eine eigene Übernahme von Karstadt vor, schreibt der “Spiegel“.

Grund für die Skepsis sei die Präsentation, mit der Berggruen den Gläubigerausschuss von seinem Konzept überzeugt habe, berichtet das Blatt weiter. Diese sei gerade einmal neun Seiten lang und “wenig aussagekräftig“.

Berggruen hatte den Kaufvertrag für das Unternehmen mit bundesweit 120 Warenhäusern und 25 000 Beschäftigten nur unter Vorbehalt unterschrieben. Damit der Vertrag rechtskräftig wird, muss eine Einigung über Mietsenkungen mit Highstreet erfolgen. Das Konsortium besitzt gut zwei Drittel der Karstadt-Warenhäuser.

Karstadt-Käufer verhandelt über niedrigere Mieten

Die 25.000 Beschäftigten der insolventen Essener Warenhauskette Karstadt müssen weiter um ihren Arbeitsplatz bangen. Am Montagnachmittag kamen in London Karstadt-Käufer Nicolas Berggruen und das Vermieterkonsortium Highstreet zusammen, um über Mietsenkungen zu verhandeln, wie ein Sprecher der Berggruen Holdings bestätigte. Mit einer Einigung sei am Montag jedoch nicht zu rechnen gewesen, hieß es in Kreisen des Vermieterkonsortiums. Die endgültige Entscheidung über eine Einigung zwischen Berggruen und Highstreet liege ohnehin bei den Highstreet-Investoren. Berggruen hatte mehrfach moniert, die Mieten für die insolvente Warenhauskette seien zu hoch und nicht marktüblich. Zuletzt hatte das Highstreet-Konsortium unter Führung der Großbank Goldman Sachs eine Mietminderung um 230 Millionen Euro über die kommenden fünf Jahre für seine 86 Immobilien angeboten. Berggruen fordert aber weitere Reduzierungen. Ohne Einigung wird der am vergangenen Dienstag unterschriebene Kaufvertrag nicht rechtskräftig, dann würde Karstadt die Zerschlagung drohen

dpa/apn

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