Inflation in China gebremst

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Die Inflation in China ist gebremst.

Peking - Mit Preiskontrollen und Benzinpreissenkungen hat China erfolgreich seine Inflation gebremst. Das erleichtert die Geldpolitik, während sich das Wachstum der zweitgrößten Volkswirtschaft verlangsamt.

Die Inflation in China hat sich im Oktober deutlich abgeschwächt. Die Preissteigerungen gingen von 6,1 Prozent im September auf 5,5 Prozent zurück, wie das Statistikamt am Mittwoch in Peking mitteilte. Auch der Zuwachs der Industrieproduktion schwächte sich überraschend stark auf 13,2 Prozent ab. Es ist der niedrigste Stand in diesem Jahr, wie die Statistiker berichteten.

Der Rückgang der Inflation gibt der Geldpolitik der zweitgrößten Volkswirtschaft wieder etwas Bewegungsspielraum, um auf konjunkturelle Risiken wie die Schuldenkrise in Europa und einen drohenden Einbruch der Exporte zu reagieren. Auch der Zuwachs der Erzeugerpreise schwächte sich im Oktober überraschend stark auf fünf Prozent ab - 1,5 Prozentpunkte niedriger als im Vormonat.

Das Wachstum in China wird sich in diesem Jahr nach Überzeugung der Denkfabrik Conference Board von 10,4 im Vorjahr auf 9 Prozent verlangsamen. Für 2012 werden nur noch 8,7 Prozent vorhergesagt. Das kreditfinanzierte Investmentniveau sei nicht durchzuhalten. Auch stiegen die Löhne und Sozialkosten, hieß es. Die Ausweitung der Dienstleistungsindustrie werde zudem die Produktivitätssteigerungen verlangsamen. Zwischen 2012 und 2016 soll Chinas Wirtschaft nach diesen Vorhersagen nur noch um 6,6 Prozent jährlich wachsen.

Der Rückgang der Inflation wurde begrüßt. “Die Daten für den Verbraucherpreisindex im Oktober zeigen, dass die Preiskontrollen der Regierung anfangen, sich auszuzahlen“, kommentierte Zhang Liqun vom Entwicklungsforschungszentrum des Staatsrates laut Nachrichtenagentur Xinhua. Die Regierung müsse mit einer eventuellen Lockerung der Geldpolitik aber weiter vorsichtig sein und dürfe die Gefahr der Preissteigerungen nicht ignorieren. Es sei ein kritischer Moment für die makroökonomische Kontrolle, sagte Zhang Liqun.

Die Regierung hatte im Oktober unter anderem die Benzinpreise um 3,5 Prozent gesenkt und Unternehmen angewiesen, ihre Preise nicht zu erhöhen. Die Lebensmittelpreise, die ein Drittel des Index ausmachen, stiegen zwar immer noch um 11,9 Prozent, damit aber deutlich weniger als im September mit 13,4 Prozent. Die Preise für Schweinefleisch kletterten mit einer Verbesserung des Angebots nach 44 Prozent im Vormonat nur noch um 39 Prozent.

Im Kampf gegen die Inflation und zur Eindämmung der Kreditvergabe hatte die Zentralbank die Zinsen zwischen Oktober 2010 und Juli 2011 fünfmal erhöht und die Mindestanforderungen für die Kapitalreserven neunmal auf einen Rekordstand von 21,5 Prozent angehoben.

dpa

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