„Ein oder andere Modell bald vergriffen“

Hitzewelle: Deutsche setzen zur Kühlung auf diesen Helfer - Absatzzahlen steigen deutlich 

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Hitze-Szenen vom Hurricane-Festival 2019 - im Freien helfen auch keine Ventilatoren mehr. Für geschlossene Räume bleiben sie der Favorit der Deutschen.

Anderswo sind Klimaanlagen gang und gäbe. In Deutschland setzen die Menschen auch dieses Jahr auf einen anderen Helfer gegen die sommerlichen Temperaturen.

Düsseldorf - Angesichts der Hitze in dieser Woche decken sich viele Verbraucher in Deutschland mit Ventilatoren ein. Das ein oder andere Modell könnte bald vergriffen sein, sagte eine Sprecherin von Media Markt und Saturn am Montag. „Mit Blick auf die prognostizierten hohen Temperaturen in den kommenden Tagen gehen wir davon aus, dass das Interesse nochmals deutlich anziehen wird.“

Bei der Supermarktkette Real stieg der Ventilatoren-Verkauf in den vergangenen Tagen ebenfalls deutlich an, wie ein Sprecher mitteilte. In den Märkten ist demnach aber noch ausreichend Ware vorhanden. Viele greifen auch online zu. In Amazons Bestsellerliste hat es ein Standventilator am Montag auf Rang drei unter den meistverkauften Elektronikartikeln geschafft.

Hitze in Deutschland: Ulla geht auf Rekordkurs - Ventilatoren statt Klimaanlagen hoch im Kurs

In Deutschland bleibt der Ventilator der verbreitetste Kältespender. Laut Media Markt und Saturn greift der Großteil der Kunden dazu. Die Zahl der Klimaanlagen ist dagegen gering. Dem Essener Wirtschaftsforschungsinstitut RWI zufolge haben nur vier Prozent der Haushalte eine Klimaanlage. Die Ökonomen prognostizieren für die Zukunft mit steigenden Temperaturen einen wachsenden Stromverbrauch durch Klimageräte.

Hoch „Ulla“ lässt diese Woche die Temperaturen in Deutschland in rekordverdächtige Höhen anschwellen. Laut Deutschem Wetterdienst könnte es am Dienstag bis zu 36 Grad warm werden. Am Mittwoch könne mancherorts die 40-Grad-Marke geknackt werden. Es wäre nicht nur der bislang heißeste Tag des Jahres, sondern auch ein Hitze-Rekordtag in manchen Regionen. So könnte in Frankfurt die bislang höchste im Juni gemessene Temperatur aus dem Jahr 1947 überboten werden. Damals stieg das Thermometer auf 38,2 Grad.

Meteorologe Jörg Kachelmann hat angesichts der hohen Temperaturen vor gefährlichen „Hitze-Tipps“ gewarnt. Ohnehin könnte es noch dicker kommen: Nach Ansicht von Experten droht 2019 ein „Katastrophen“-Sommer. In Düsseldorf rief die Deutsche Bahn während der Gluthitze wegen Störungen in zwei Zügen Rettungskräfte zu Hilfe.

dpa

Ein anderes, für viele Verbraucher bei heißen Temperaturen wichtiges Produkt ist vielerorts ausverkauft - die Kunden laufen deswegen Sturm. 

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