"Innovative Lösungen" gefordert

Gauck: Unternehmen sollen noch mehr für Flüchtlinge tun

+
Bundespräsident Joachim Gauck (vorn) nimmt am 18.09.2015 an einem Festakt 125 Jahre Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) in Berlin teil.

Berlin - Bundespräsident Joachim Gauck fordert von den deutschen Unternehmen mehr Engagement, um Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt zu integrieren.

Er wünsche sich "noch mehr Initiative", sagte Gauck laut Redemanuskript am Freitag zum 125-jährigen Bestehen der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) in Berlin. Gleichzeitig dankte Gauck den Unternehmen, die schon etwas für Flüchtlinge getan hätten - etwa indem sie ihr Angebot an Praktikumsplätzen für Asylbewerber erweitert hätten.

Die Firmen selbst würden davon profitieren - etwa wenn Asylbewerber Sprachkenntnisse mitbrächten, "die im internationalen Geschäft gebraucht werden", erklärte Gauck. Er selbst habe sich in Unternehmen umgeschaut und dort erfahren, wie erfolgreich und gewinnbringend die Beschäftigung ausländischer Arbeitskräfte sein könne. Deutschland brauche ja dringend zusätzliche Fachkräfte. "Innovative Wege und Lösungen" für die Ausbildung und Beschäftigung von Flüchtlingen zu ersinnen, sei eine Herausforderung, die die deutsche Gesellschaft schnell annehmen müsse.

Bereits am Donnerstag hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in ihrer Rede auf der Automobilmesse IAA in Frankfurt am Main die Autobranche aufgefordert, bei der Integration von Flüchtlingen zu helfen. Wo immer sich die Möglichkeit ergebe, offen auf Menschen zuzugehen und ihnen Chancen zu geben, "ermuntere ich Sie dies zu tun", hatte Merkel gesagt.

AFP

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare