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US-Notenbank erhöht Leitzins erneut deutlich - Zinssprung könnte Konjunktur abwürgen

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Von: Richard Strobl, Bettina Menzel

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Federal Reserve
Das Gebäude der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) in Washington. © J. Scott Applewhite/AP/dpa

Die US-Notenbank erhöht den Leitzins erneut um 0,75 Prozentpunkte. Damit will man die Inflation bekämpfen - riskiert aber eine Rezession.

Washington - Zur Bekämpfung der hohen Inflationsrate erhöht die US-Notenbank ihren Leitzins erneut stark um 0,75 Prozentpunkte. Damit liegt er nun in der Spanne von 2,25 bis 2,5 Prozent, wie die Federal Reserve (Fed) am Mittwoch mitteilte.

US-Notenbank Fed erhöht Leitzins um 0,75 Prozentpunkte

Die Anhebung war im Vorhinein erwartet worden, da der Notenbank in der aktuellen Lage kaum eine andere Wahl blieb. 75,1 Prozent der Marktteilnehmer hatten mit einer Anhebung um 75 Basispunkte gerechnet, 24,9 Prozent erwarteten gar eine Anhebung um einen vollen Prozentpunkt. Das geht aus Daten des Fed Watch Tool der CME Group hervor.

Mit dem Schritt will die Federal Reserve Bank die starke Inflation unter Kontrolle bekommen. Die Teuerungsrate hatte zuletzt den höchsten Stand seit 40 Jahren erreicht. Allerdings geht die Fed auch ein hohes Risiko ein. Denn der höhere Leitzins wird die ohnehin bereits schwächelnde Konjunktur voraussichtlich noch einmal schwächen. Nun riskiert man, dass die größte Volkswirtschaft der Welt in eine Rezession abrutscht. Der Deutsche Aktienindex DAX hatte am Tag des US-Zinsentscheids etwas zugelegt und stieg auf 13.166,38 Punkte (dpa/rs/bme).

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