“Made in Germany“ wieder stärker gefragt: Exporte stabilisieren sich

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Die Exportwirtschaft sieht nach dem Einbruch durch die Wirtschaftskrise Zeichen der Erholung.

Wiesbaden - Der Export von Waren “Made in Germany“ zeigt nach dem Absturz in der Wirtschaftskrise erste Zeichen einer Erholung. So wurden im November deutlich schwächere Einbußen verzeichnet als in den Vormonaten.

Im November wurden Waren im Wert von 73,7 Milliarden Euro ausgeführt, das waren 3,1 Prozent weniger als im Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. In den ersten zehn Monaten 2009 hatte es dagegen stets zweistellige Rückgänge gegeben, zum Teil sogar um mehr als 20 Prozent.

Die Novemberzahlen sind aber auch dadurch beeinflusst, dass bereits im November 2008 ein Rückgang von 12,9 Prozent verbucht worden war. “Mit einer raschen Rückkehr auf das Niveau vor der Krise ist nicht zu rechnen“, sagte der Präsident des Außenhandelsverbandes BGA, Anton F. Börner. “Trotz erster Erholungszeichen im Außenhandel werden die Folgen der Finanzkrise auch das neue Jahr maßgeblich bestimmen.“

In den Zahlen spiegele sich vor allem die Entwicklung außerhalb der EU wider, erklärte der Verband. So profitiere Deutschland derzeit von der wirtschaftlichen Belebung in den Schwellenländern in Asien. Die deutschen Importe lagen im November weiterhin 14,8 Prozent unter dem Vorjahresmonat und betrugen 56,3 Milliarden Euro.

Die Außenhandelsbilanz schloss damit im November mit einem Überschuss von 17,4 Milliarden Euro ab. Dies sind 7,4 Milliarden Euro mehr als im November 2008 und bedeuten einen Höchstwert seit Juni 2008, also bevor die Krise die Wirtschaft erfasste. Die Commerzbank wertete den hohen Außenbeitrag als Indiz für eine ordentliche Wachstumsrate des deutschen Bruttoinlandsprodukts (BIP) im vierten Quartal. Sie ging in einer Kurzstudie davon aus, dass das BIP im vierten Quartal erneut um 0,7 Prozent gegenüber dem Vorquartal gewachsen sei. Die BIP-Zahlen für 2009 will das Bundesamt kommende Woche Mittwoch veröffentlichen.

Die Leistungsbilanz - die neben der Außenhandelsbilanz zusätzlich unter anderem auch Dienstleistungen umfasst - wies nach ersten Berechnungen der Deutschen Bundesbank einen Überschuss von 18,1 Milliarden Euro aus. Im Vorjahresmonat war ein Überschuss von 9,4 Milliarden Euro erzielt worden. Die Exporte in Länder außerhalb der EU nahmen im November um 2,9 Prozent auf 29,5 Milliarden Euro zu. In die Länder der Eurozone wurden mit 30,4 Milliarden Euro dagegen 4,4 Prozent weniger Waren geliefert. Bei den EU-Ländern, die den Euro nicht eingeführt haben, gab es ein Minus um 11,2 Prozent auf 13,9 Milliarden Euro.

dpa

 

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