Weltweiter Spitzenreiter

Daimlers Carsharing-Anbieter Car2go wächst kräftig

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Car2go ist weiter weltweiter Spitzenreiter bei den nicht-stationsgebundenen Carsharing-Unternehmen. Foto: Bernd Weissbrod/Archiv

Stuttgart (dpa) - Der Carsharing-Anbieter Car2go aus dem Daimler-Konzern hat im vergangenen Jahr bei den Kundenzahlen kräftig zugelegt. Mit 2,97 Millionen Kunden seien 30 Prozent mehr Nutzer beim Unternehmen registriert gewesen als im Jahr zuvor, teilt Car2go in Stuttgart mit.

Damit sei das Unternehmen weiter weltweiter Spitzenreiter bei den nicht-stationsgebundenen Carsharing-Unternehmen. "Wir sind in allen Bereichen gewachsen - Kundenzahl, Mietdauer und Fahrzeugauslastung - und das in allen Regionen, in denen wir aktiv sind.", teilte Car2go-Chef Olivier Reppert mit.

Im vergangenen Jahr wurde 24 Millionen mal ein Mercedes-Benz oder Smart von Car2go angemietet. Die Nutzung der 14 000 Fahrzeuge sei damit insgesamt um rund 38 Prozent gestiegen. Die Städte mit den meisten angemeldeten Kunden sind die chinesische Megacity Chongqing, Berlin und Madrid.

Daimler ist mit dem Carsharing-Angebot seit 2008 am Markt. Profitabel waren sie damit zuletzt aber noch nicht durchweg, sondern nur in einigen Städten. Daimler-Finanzchef Bodo Uebber hatte vor rund einem Jahr das Erreichen der Gewinnschwelle aufgeschoben, um in noch mehr Wachstum zu investieren. Die Stuttgarter haben weitere Mobilitäts-Apps und -Plattformen wie Mytaxi oder Moovel im Köcher sowie Beteiligungen etwa an Flixbus. Zuletzt hatte sich der Dax-Konzern beim französischen Fahrdienst-Vermittler Chauffeur Privé eingekauft.

Hartnäckig halten sich in der Branche die Gerüchte um eine Fusion mit dem Konkurrenten DriveNow, der dem Daimler-Rivalen BMW und dem Autovermieter Sixt gehört. DriveNow ist deutlich kleiner, rühmt sich aber damit, Gewinne zu machen. Auch bei DriveNow zeigt die Nutzerkurve nach oben: Am Mittwoch teilten die Münchener mit, die Zahl der Kunden um ein Viertel auf 1,025 Millionen gesteigert zu haben. DriveNow hat 6000 Autos in der Flotte und ist bislang ebenfalls nicht stationsgebunden.

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