Trotz Brexit-Sorgen

Britische Notenbank erhöht Leitzins erstmals seit 2007

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Die britische Notenbank in London. Analysten hatten mit der Zinserhöhung gerechnet. Foto: Andy Rain

London (dpa) - Die britische Notenbank hat ihren Leitzins erstmals seit rund zehn Jahren erhöht. Wie die Bank of England (BoE) in London mitteilte, steigt er um 0,25 Prozentpunkte auf 0,5 Prozent.

Es ist die erste Zinsanhebung seit Mitte 2007. Analysten hatten mehrheitlich mit dem Schritt gerechnet, weil die Zentralbank bereits starke Hinweise darauf gegeben hatte.

Mit dem Schritt macht die BoE einen Teil ihrer geldpolitischen Lockerung rückgängig, die sie aus Vorsichtsgründen nach dem Brexit-Votum Mitte 2016 ergriffen hatte.

Aus der Befürchtung, die britische Wirtschaft könnte infolge des geplanten EU-Ausstiegs abstürzen, hatte die Notenbank sowohl ihren Leitzins gesenkt als auch zusätzliche Wertpapierkäufe zur Konjunkturstützung vorgenommen. Sie erntete dafür von Seiten der Brexit-Befürworter herbe Kritik. Niedrige Zinsen und eine Erhöhung der Geldmenge sollen die Wirtschaft vor allem besser mit Krediten versorgen und so insgesamt stützen.

Am Mittwochabend hatte die US-Notenbank Fed ihren Leitzins unverändert gelassen. Am Donnerstag wurde in Washington zudem die Verkündung eines neuen Fed-Chefs durch Präsident Donald Trump erwartet.

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