Kein Aus für Verbrennungsmotor

BMW will bis Ende 2019 halbe Million E-Autos verkaufen

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BMW-Mitarbeiter arbeiten in der Produktion des Elektroautos i3 in Leipzig. Foto: Jan Woitas

BMW ist seit langem in der Autobranche berühmt für seine Motoren. Jetzt will das Unternehmen führend in Sachen elektrisch angetriebener Autos werden.

München (dpa) - BMW will sich an die Spitze der Elektro-Hersteller setzen. Vorstandschef Harald Krüger hat ein neues Ziel ausgegeben: eine halbe Million verkaufter Fahrzeuge mit Elektromotor bis Ende 2019, wie er der "Wirtschaftswoche" sagte. Das beinhaltet neben rein elektrisch betriebenen auch Hybridfahrzeuge.

In diesem Jahr hat der Münchner Konzern 100 000 Autos mit Elektroantrieb verkauft, insgesamt seien es bislang mehr als 200 000, sagte Krüger. 2018 soll der Absatz bei den E-Mobilen bereits stark steigen: "Allein im Jahr 2018 werden wir den Absatz gegenüber 2017 sogar im mittleren zweistelligen Prozentbereich steigern", sagte Krüger der Zeitschrift. "Bis Ende 2019 werden wir eine halbe Million elektrifizierte Fahrzeuge auf der Straße haben."

Auf Verbrennungsmotoren will BMW aber auf absehbare Zeit nicht verzichten: "Wir brauchen beides - den Verbrenner und den Elektromotor", sagte Krüger. Die Gewinne aus dem Verkauf herkömmlicher Autos sollen den Spielraum für die Umstellung auf elektrische Fahrzeuge geben.

Anders als der VW-Vorstandsvorsitzende Matthias Müller will Krüger an den Steuersubventionen für den Diesel festhalten. "Ich halte die Abschaffung der Dieselsubventionen für falsch", sagte Krüger der "Wirtschaftswoche". Aus Sicht der Kunden, die einen Diesel gekauft haben, sei das nicht vertretbar.

Müller hatte den Sinn der Steuervorteile für Dieselsprit bezweifelt. "Wenn der Umstieg auf umweltschonende E-Autos gelingen soll, kann der Verbrennungsmotor Diesel nicht auf alle Zeiten weiter wie bisher subventioniert werden", hatte Müller kürzlich dem "Handelsblatt" gesagt.

Bericht Wirtschaftswoche

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