Bitcoin unter 6000 US-Dollar

BIZ-Chef fordert strengeres Vorgehen gegen Kryptowährungen

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An den vergangenen Tagen sind die Kryptowährungen stark unter Druck geraten. Foto: Jens Kalaene

Frankfurt/Main (dpa) - Der Generaldirektor der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), Agustin Cartens, hat ein strengeres Vorgehen gegen digitale Währungen gefordert. "Zentralbanken müssen bereit sein, falls nötig zu intervenieren."

Das sagte der neue Chef der Dachorganisation der Notenbanken. Schließlich würden Kryptowährungen wie der Bitcoin die institutionelle Infrastruktur des Finanzsystems nutzen. Dies würde ihnen Anzeichen von Glaubwürdigkeit geben.

Hier beginne die Aufgabe von Notenbanken, die für glaubwürdiges Geld sorgen müssten, sagte Carstens. Sie müssten darauf achten, dass die Verbindungen von Kryptowährungen zu wirklichen Währungen nicht parasitär würden. Zudem müsse das Prinzip gelten: "gleiches Risiko, gleiche Regulierung". Es dürften keine Ausnahmen erlaubt werden.

Kryptowährungen geben laut Carstens nur vor, Währungen zu sein. Sie erfüllten jedoch keine der grundlegenden Geldfunktionen, die in Lehrbüchern für Geld genannt werden. Die hohe Schwankungsanfälligkeit erschwere etwa die Nutzung als Zahlungsmittel und als Wertspeicher. Auch als Recheneinheit kämen Kryptowährungen nicht in Frage.

An den vergangenen Tagen sind die Kryptowährungen stark unter Druck geraten. Am Dienstag fiel der Bitcoin, die älteste und bekannte Digitalwährung, auf der Handelsplattform Bitstamp erstmals seit November unter die Marke von 6000 US-Dollar. Seit Jahresbeginn hat der Bitcoin mehr als die Hälfte seines Werts verloren. Ein Grund für die Kursabschläge ist auch die Furcht vor mehr Regulierung.

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