Insolvente Air-Berlin-Tochter

Bieterfrist für Fluggesellschaft Niki endet

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Ein Flugzeug der Fluglinie Niki in Wien. Niki hat den operativen Betrieb eingestellt. Foto: Georg Hochmuth

Kann das Aus für die österreichische Air-Berlin-Tochter noch abgewendet werden? Bis heute können Interessenten ihre Kaufangebote einreichen.

Berlin/Brüssel (dpa) - Bei der Abwicklung der insolventen Air Berlin stehen heute weitere Schritte an. Zum einen endet am Mittag die Bieterfrist für die insolvente österreichische Fluggesellschaft Niki.

Die Air-Berlin-Tochter mit 21 Flugzeugen sollte eigentlich von Lufthansa übernommen werden, der Konzern zog sein Angebot aber wegen Bedenken der EU-Wettbewerbsbehörde zurück.

Zum anderen läuft heute die Prüffrist der EU-Kommission für den geplanten Verkauf einer weiteren Air-Berlin-Tochter ab, der Luftfahrtgesellschaft Walter. Auch sie soll an die Lufthansa gehen, der Konzern will sie in seine Tochter Eurowings integrieren.

Niki mit seinen 1000 Beschäftigten galt als besonders attraktiver Unternehmensteil der Air Berlin. Nach dem Rückzug der Lufthansa meldete sie in der vergangenen Woche Insolvenz an. Insolvenzverwalter Lucas Flöther will die Fluggesellschaft bis Anfang Januar verkaufen, damit keine Start- und Landerechte verloren gehen.

Ein Kaufangebot hat Nikis Gründer, der frühere Rennfahrer Niki Lauda angekündigt. Außerdem sind die Fluggesellschaften Ryanair, Condor und PrivatAir im Spiel. Interesse soll auch ein Konsortium um den Berliner Logistiker Zeitfracht haben.

Der Reisekonzern Tui sieht die Zukunft seines Ferienfliegers Tuifly nicht bedroht, sollte der Konkurrent Condor Niki übernehmen. Tuifly-Chef Roland Keppler sagte der Deutschen Presse-Agentur, man habe aber Interesse an eventuell frei werdenden Niki-Slots.

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