Klimaexperten rechnen vor

BDI-Studie: So viele Milliarden könnte der Klimaschutz kosten

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Für den Klimaschutz fällt ein hoher finanzieller Aufwand an. 

Bis 2050 plant Deutschland, den Kohlendioxid-Ausstoß um mindestens 80 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren. Dem steht ein hoher finanzieller Betrag gegenüber, der für den Klimaschutz aufgewendet werden muss. 

Berlin - Die Industrie befürchtet, dass die angestrebte Reduktion der Treibhausgas-Emissionen bis 2050 Kosten von mindestens 1500 Milliarden Euro verursachen könnte. Diese Zahl ergibt sich aus einer Studie im Auftrag des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), über die zuerst die „Welt am Sonntag“ berichtete. Entsprechend dem Klimaziel des Pariser Abkommens hat sich Deutschland vorgenommen, bis 2050 den Kohlendioxid-Ausstoß um mindestens 80 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren. Auch die Jamaika-Verhandlungspartner wollen daran festhalten.

„Vier Fünftel der Maßnahmen im 80-Prozent-Klimapfad haben positive direkte Vermeidungskosten“

Die Energieeinsparungen durch CO2-reduzierende Maßnahmen seien für die Unternehmen unter dem Strich geringer als die zusätzlichen Kosten, ergab die Studie. „Vier Fünftel der Maßnahmen im 80-Prozent-Klimapfad haben positive direkte Vermeidungskosten, das heißt, die emissionsmindernden Maßnahmen kosten mehr als sie einsparen“, heißt es darin nach Angaben des BDI.

Das noch unveröffentlichte Gutachten der Beratungsgesellschaften Boston Consulting Group und Prognos bezieht Beiträge von mehr als 150 Energie- und Klimaexperten aus Wissenschaft, Beratung, Unternehmen, Verbänden und Gewerkschaften sowie von 68 Verbänden und Unternehmen ein.

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dpa

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