Sparzwang: Neue Medikamente für AOK-Versicherte

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Die AOK will sparen: Mit neuen Rabattverträgen sollen 520 Millionen Euro einsparen.

Berlin - Unter dem Zwang zum Sparen hat der AOK-Verband eine neue Rabattrunde für Arzneimittel eingeläutet. Konsequenz für die Versicherten: Sie bekommen andere Medikamente.

An diesem Donnerstag treten Rabattverträge für insgesamt 80 zusätzliche Wirkstoffe in Kraft. Davon erhoffe man sich schon 2010 Einsparungen von 520 Millionen Euro, sagte der AOK-Verhandlungsführer Christopher Hermann am Dienstag in Berlin. Die Kostenentlastung könne zudem sonst nötige Zusatzbeiträge für AOK-Versicherte noch hinausgezögern.

Viele der 24 Millionen AOK-Versicherten werden sich vom 1. April an auf neue Präparate einstellen müssen. Denn Ärzte dürfen dann nur noch kostengünstige, rabattierte Arzneien - sogenannte Nachahmer- Präparate oder Generika - verschreiben. Insgesamt gelten AOK- Rabattverträge dann für 143 Wirkstoffe oder Wirkstoffkombinationen.

Den Einspareffekt seit Einführung der Rabattverträge im Jahr 2007 bezifferte Hermann zum Jahresende 2010 auf etwa eine Milliarde Euro. Er sprach von einer Erfolgsgeschichte: Es herrsche nun für zwei jahre für alle Planungs- und Versorgungssicherheit. Die neuen Rabattverträge mit 26 Partnern laufen bis Ende 2012.

Für den Bundesvorsitzenden des Deutschen Hausärtzeverbandes, Ulrich Weigeldt, ermöglichen die Rabattverträge “eine preiswerte Arzneimittelversorgung ohne Qualitätsverlust“. Dem Arzt komme eine Schlüsselfunktion zu, damit Patienten den Austausch akzeptierten.

Der Deutsche Apothekerverband wies darauf hin, dass sich auch die 7 Millionen Versicherten der Techniker Krankenkasse sowie die 4 Millionen Versicherten von 36 kleinen Krankenkassen wegen neuer Rabattverträge an neue Medikamente werden gewöhnen müssen.

dpa

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